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Vergiss mein nicht!

OriginaltitelEternal Sunshine of the Spotless Mind
GenreDrama, Komödie
Land & Jahr USA 2004
FSK & Länge ab 12 Jahren • 112 min.
KinoDeutschland
AnbieterConstantin Film
Kinostart20.05.2004
RegieMichel Gondry
DarstellerLola Daehler, Josh Flitter, Paul Litowsky, Brian Price, Amir Ali Said, Debbon Ayer
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Das Ganze ist für Joel Barish (Jim Carrey) nicht ganz leicht zu verstehen: Kurz vor dem Valentinstag muss er feststellen, dass seine Freundin Clementine (Kate Winslet) ihn nicht mehr wieder erkennt - vor seinen Augen knutscht sie mit einem fremden Mann. Bald erfährt er, wie es dazu kommen konnte: Clementine hat sich bei Wissenschaftler Dr. Mierzwiak (Tom Wilkinson) einer Gehirnwäsche unterziehen lassen. Sämtliche Erinnerungen an Joel wurden ihr aus dem Gedächtnis geblasen -offenbar hatte sie einfach keine Kust mehr auf die unglückliche Beziehung. Joel will sich daraufhin auch behandeln lassen. Nachdem das Team um Dr. Mierzwiak bei ihm sämtliche Neuronenverbindungen lokalisiert hat, die mit Clementine zu tun haben, sollen ihm diese über Nacht ausradiert werden. Doch als Joel bei diesem Vorgang noch mal seine Lieblingserinnerungen an seine Zeit mit Clementine durchlebt, will er im Unterbewusstsein aus der Behandlung ausbrechen - er versucht im Schlaf, seine Erinnerungen an Clementine in anderen Ecken seines Gehirns zu verstecken, wo die Wissenschaftler sie nicht finden können.
Was sich fast schon ein wenig wie eine lebensfremde Science-Fiction-Geschichte anhört, ist in Wirklichkeit ein zutiefst menschlicher Film über die Liebe und unsere Erinnerungen an sie. Drehbuchautor Charlie Kaufman hatte uns schon mit "Being John Malkovich" und "Adaption" verblüfft, in denen er den menschlichen Gehirnwindungen auf den Grund ging. Auch "Vergiss mein nicht" ist mit seiner komplexen Struktur, die keine Rücksicht auf Chronologie nimmt, sicherlich keine leichte Kost. Die oben zusammengefasste Handlung muss sich der Zuschauer nämlich erst mühevoll aus zahlreichen Vor- und Rückblenden sowie bizarren Zeitüberlagerungen zusammenreimen. Aber die Mühe lohnt sich. Weil es diesmal nicht um John Malkovich oder den qualvoll-kreativen Prozess des Schreibens geht, sondern um ein universelles Thema, ja das universelle Thema schlechthin, nämlich Liebe - deshalb berührt Kaufmans ebenso emotionales wie über-intellektuelles Buch ungemein. Die entscheidende Frage, die hinter "Vergiss mein nicht!" steht, dürfte sich jeder schon einmal gestellt haben, der eine schmerzhafte Trennung verarbeiten musste: Wäre es besser, all diese Momente der Liebe zu vergessen und ohne sie ein vermeintlich leichtes Leben führen zu können? Oder sind diese Erinnerungen nicht viel zu schön, um ausgelöscht zu werden, viel zu wertvoll, um aus unserer Biographie einfach zu verschwinden? Jim Carrey, der schon seit Jahren immer dann am besten ist, wenn er mehr tun darf als Grimassen schneiden (etwa in der "Truman Show"), ist wunderbar in der Rolle des zurückhaltenden, vom Leben überforderten Joel. Kate Winslet wiederum merkt man den Spaß an, den sie offensichtlich dabei hatte, den verrückten Wirbelwind Clementine zu spielen.

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Bewertung
8,6
7,0 (Filmreporter)     
 (8 User)

Meinungen

Auf jeden Fall ein interessanter Film mit einer Thematik, die auch moralische Fragen aufwirft. Jim Carrey zeigt, dass er für ernstere Rollen absolut geeignet ist und auch Kate... mehr
05.03.2012 10:58 Uhr - BillyBob
Gegen das Vergessen
Es ist ein Versuch, die Erinnerung in unserem Gedächtnis zunächst einmal sichtbar zu machen. Hier wirbeln unvollständige Bildfolgen und erlebte Situationen wild... mehr
16.11.2009 19:53 Uhr - 8martin
Traumkombination: Gondry und Kaufman
Sehr orgineller Film, den man gesehen haben muss, um zu verstehen, was alles im Kino möglich ist. Jim Carrey spielt erstaunlich berührend einen Normalo, Kate winselt gibt... mehr
10.09.2006 00:58 Uhr - AugusteB
Trailer: 
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