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Robert Pattinson und Kristen Stewart auf ihrer Blumenwiese in "Die Twilight Saga: Breaking Dawn - Biss zum Ende der Nacht (Teil 2)"

Concorde Filmverleih

Ewige Liebe mit Kristen Stewart?
Robert Pattinson und der "Twilight"-Hype
Was 2008 als biedere High School-Schwärmerei beginnt, endet 2012 mit der ewigen Liebe samt Kind und Kegel. Vier Romane - fünf Filme - zwei Liebende, die alle vorherigen berühmten Paare in den Schatten stellen. Romeo und Julia waren gestern, heute sorgen Edward (Robert Pattinson) und Bella (Kristen Stewart) für die tragische Romanze und den "Twilight"-Hype.
Twilight - Biss zum Morgengrauen

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Der Vampir-Hype beginnt!

2005 legt Stephenie Meyer den Grundstein der filmischen Vampirromanzen. Die Idee der Liebe zwischen Vampir und Mensch, so die Erfolgsautorin, sei ihr im Traum gekommen. Am Morgen nimmt sie Stift und Papier zur Hand und schreibt los. Ohne Vorbildung und Übung verfasst die 39-jährige Hausfrau und Mutter aus Arizona ihren ersten Roman.

Die Veröffentlichung von "Bis(s) zum Morgengrauen" ("Twilight") löst einen weltweiten Hype aus. Auch die Fortsetzungen "Bis(s) zur Mittagsstunde" ("New Moon"), "Bis(s) zum Abendrot" ("Eclipse") und "Bis(s) zum Ende der Nacht" ("Breaking Dawn") werden Bestseller. Die Romanze zwischen dem 109-jährigen Vampir Edward und seiner menschlichen Geliebten - der 17-jährige Bella - ist in aller Munde. Als bekannt wird, dass die Bücher für die Leinwand adaptiert werden, wollen die Fans natürlich zuerst wissen, welche Schauspieler Edward und Bella verkörpern werden.


Robert Pattinson und Kristen Stewart kämpfen für ihre Liebe in "Eclipse - Biss zum Abendrot"

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Teenie-Stars gesucht

Edward wird in den Romanen als makellos beschrieben. Bella darf hübsch, und dennoch weniger perfekt sein. Während mit Nachwuchsschauspielerin Kristen Stewart die passende Bella bald gefunden ist, gestaltet sich die Besetzung von Vampir-Schönling Edward schwieriger. Stewart wird zu den Castings hinzugezogen und sieht zahllose Anwärter kommen und gehen.

Als der Engländer Robert Pattinson an der Reihe ist, schwärmt sie: 'Es muss Robert werden!' Stewarts Wunsch wird erfüllt. Auch das Casting von Jacob ist keine leichte Aufgabe. Taylor Lautner wird für die Rolle im ersten Teil "Twilight - Bis(s) zum Morgengrauen" zwar zügig besetzt, während der Vorbereitung für die Fortsetzung treten jedoch Probleme auf. Jacob soll sich im zweiten Teil stark verändern und sich in einen Wolf verwandeln. Lautner erscheint den Produzenten viel zu schmächtig, ein besser trainierter Kandidat soll die Rolle übernehmen. Das lässt Lautner nicht auf sich sitzen, er baut in kürzester Zeit so viel Muskelmasse auf, dass es für den Einsatz als Wolf in den folgenden Teilen locker reicht.


Robert Pattinson

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Die Welt der Hardcore-Fans

Pattinson, Stewart und Lautner sind nicht nur angesagt, sondern avancieren bald zu Vorbildern zahlloser Teenies. Von der Presse werden sie zu Stars gemacht. Der besonders harte Fan, der Twi-Hard, liebt und verehrt sie. Bei den "Twilight"-Filmen sind sie keine normale Kinogänger. Sie sehen sich die Filme fünf-, acht- oder zehnmal an, decken sich mit Fanartikeln ein und warten mehrere Stunden am roten Teppich, um einen kurzen Blick auf ihre Idole zu werfen. Besonders Robert und Kristen - unter Fans auch Robsten genannt - stehen im Zentrum des "Twilight"-Hypes. Dass Pattinson und Stewart auch im wahren Leben ein Paar sind, pusht den Hype noch. Ihre Schüchternheit und Abneigung gegenüber der Öffentlichkeit setzt dem ganzen die Krone auf. Jeder ihrer Schritte wird dokumentiert, jedes Wort wird auf die Goldwaage gelegt. Der Hardcore-Fan will alles wissen - alles sehen - alles hören!


Twilight Saga: Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht (Teil 1)

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Twilight erobert die Kinos

Drehbuchautorin Melissa Rosenberg nimmt sich der Aufgabe an, Stephenie Meyers Romane fürs Kino zu dramatisieren. Für jeden Roman wird ein neuer Regisseur engagiert, damit die Filme abwechslungsreicher sind. Der letzte wird auf zwei Teile verteilt und die beiden finalen Teile von einem Regisseur inszeniert.

Mit einem für Hollywood-Verhältnisse bescheidenen Budget von 37 Millionen US-Dollar ausgestattet, wird der erste Teil, "Twilight - Bis(s) zum Morgengrauen" unter der Regie von Catherine Hardwicke 2008 verfilmt. Das Budget des fünften und letzten Teils beträgt stolze 131 Millionen US-Dollar. Doch schon der erste Teil sprengt alle Erwartungen: An den Kinokassen spielt der Film mit 382 Millionen Dollar das zehnfache der Produktionskosten ein. Die 2009 produzierte Fortsetzung "New Moon - Bis(s) zur Mittagsstunde" von Chris Weitz verdoppelt mit über 700 Millionen US-Dollar den Erfolg. Auch die folgenden Teile von David Slade und Bill Condon knüpfen an diesen Erfolg an. Wie lässt sich dieser Hype erklären? Ist die Geschichte von Meyer so gut?


Kristen Stewart mit ihren Fans

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Vom Morgengrauen bis zum Abendrot

Der erste Teil beginnt damit, dass die 17-jährige Bella Swan (Kristen Stewart) zu ihrem Vater (Billy Burke) ins verregnete Forks zieht. Dort lernt sie den scheinbar gleichaltrigen Edward Cullen (Robert Pattinson) kennen. Etwas ist an diesem seltsam, das merkt Bella schnell. Er verfügt über besondere Fähigkeiten, trotzdem fühlt sich Bella sofort zu ihm hingezogen. Als er ihr das Leben rettet, verlieben sich die beiden Teenager ineinander. Schließlich erfährt Bella, dass Edward ein Vampir ist. In den beiden folgenden Teilen wird Edwards und Bellas Liebe immer wieder bedroht. Feindliche Vampire trachten Bella nach dem Leben, Edward muss sie immer wieder beschützen. Als Bellas bester Freund Jacob Black ihr seine Liebe gesteht, gerät die Lage außer Kontrolle.

Auch Jacob birgt ein Geheimnis. Er ist ein Gestaltenwandler der die Form eines Wolfes annehmen kann. Für Edward ist Jacob damit nicht nur ein natürlicher Feind, sondern wegen dessen Verehrung für Bella auch ein Konkurrent. Bella muss sich entscheiden - zwischen ihrer großen Liebe und ihrem besten Freund. Im vierten Teil fallen die Würfel. Bella und Edward heiraten und zeugen ein Kind. Als Bella bei der Geburt zu sterben droht, macht sie Edward zu seinesgleichen. Mit der Verwandlung erfüllt er Bella ihren innigsten Wunsch. Und so endet der vierte Teil mit Bellas erstem Augenaufschlag als Unsterbliche.


Robert Pattinson mit Fans auf der Münchner "Twilight"-Premiere

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Das Finale

Der fünfte und letzte Teil beginnt mit ihrem Leben als Vampir. Im großen Finale ist Bella nicht mehr das schüchterne Mädchen von nebenan. Sie ist stark geworden, andere feindliche Vampire können ihr nichts mehr anhaben. Dennoch gerät ihre Familie in Gefahr. Ein mächtiger Vampirclan namens Volturi will den Tod von Tochter Renesmee (Mackenzie Foy), weil er es für ein verwandeltes Kind hält. Kinder in Vampire zu verwandeln, ist strengstens verboten. Bella und Edward wissen es besser und setzen alles daran, ihre Tochter zu beschützen. Sie müssen Verbündete finden, um sich der Bedrohung stellen zu können und die Volturi von Renesmees Halbmenschlichkeit zu überzeugen. Hilfe erhält die junge Familie ausgerechnet von Jacob und seinem Wolfsrudel. Dem Häuptling liegt selbst etwas daran, Renesmee vor der Gefahr zu bewahren. Er wurde auf sie geprägt und soll einmal ihr Mann werden.


Regisseurin Catherine Hardwicke mit Robert Pattinson und Kristen Stewart auf der "Twilight"-Premiere

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Spannende Entwicklung

Mit dem größeren Budget der Filme wächst auch der Mut der Produzenten. Während sich der erste Teil überwiegend an Jugendliche hält, richten sich die letzten Teile auch an Erwachsene. Die Figuren entwickeln sich zu individuelleren Charakteren. Entscheidungen und Gefühle werden den Zuschauern besser dargeboten. Auch für Special-Effects und Action wird im Lauf der Reihe immer mehr investiert. Die Dramaturgie bleibt sich dabei treu: Die idyllische Ausgangssituation wird gestört - es kommt zum Kampf. Schade nur, dass die Produzenten zu sehr auf die Jugendfreigabe achten. Kämpfe und erotische Szenen sind sehr dezent inszeniert, obwohl sie in den Romanen deutlich drastischer geschildert sind.

In den fünf Filmen steuert die untote Liebe auf die Ewigkeit zu. Im Vordergrund stehen Liebe, Tod, Eifersucht und Treue im Zwiespiel zwischen Gut und Böse. Edward müsste kein Vampir sein, um das zu beweisen. Wichtig sind seine Eigenschaften: Geheimnisvoll, düster, attraktiv und gefährlich. Edward verkörpert den perfekten Mann. Er ist attraktiv und weist vorbildliche Eigenschaften auf. Das perfekte Mannesbild wird mit dem Vampirthema gebrochen. Etwas Böses lockert die langweilige Vollkommenheit auf. Bekanntlich ist das Böse faszinierender. Edward wird für Bella zur Gefahr, behält aber wegen seiner Liebe die Kontrolle. Diese Vorstellung spricht besonders junge Mädchen und Frauen an.


Die Twilight Saga: Breaking Dawn - Biss zum Ende der Nacht (Teil 2)

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Liebe für die Ewigkeit?

Ob Mensch oder Vampir, eines bleibt: Der Traum von der ewigen Liebe. Das war schon immer so und wird sich wohl auch nicht ändern. Unsere Gesellschaft ist sehr schnelllebig. Einer Person sein gesamtes Leben treu zu bleiben und mit dem Sex bis zur Ehe zu warten gilt als altmodisch und uncool. Genau dieses Bild vermitteln die Romane von Stephenie Meyer. Obwohl sich die Menschen oft in Oberflächlichkeiten verlieren, sehnen sie sich nach großen Gefühlen. Die "Twilight"-Saga gibt ihnen die Möglichkeit, in eine fantastische Welt abzutauchen - eine Welt, die ihnen im wahren Leben vielleicht verborgen bleibt. Durch Edward und Bella leben sie ihre Träume. Auch das erklärt den "Twilight"-Hype!

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