Ruth Hellberg in Erstens kommt es anders
Filmwelt
Ruth Hellberg in Erstens kommt es anders
In der Kürze liegt die Würze
Retro News: Ufa im Kurzfilmfieber
Nach getaner Arbeit lässt man den Alltag des Abends am schönsten in einem Lichtspielhaus ausklingen. Dort vergisst man die Sorgen des Tages und kann seine Gedanken in eine ganz andere Richtung gleiten lassen. Noch schöner ist es, wenn der dargebotene Spielfilm, der Kulturfilm oder die Wochenschau in ein amüsantes Rahmenprogramm gebettet werden. Kurzspielfilme bieten konzentrierte Heiterkeit und bringen das Publikum in die richtige Feierabendstimmung. Erst kürzlich hat die Ufa eine Reihe der kleinen Filmkunstwerke abgedreht. Die Filmwelt widmet einigen von ihnen einen Bericht in der Ausgabe vom 21. Januar 1934.
Von  Ann-Catherin Karg/Filmreporter.de,  11. Mai 2021
Oscar Sabo in Erstens kommt es anders
Filmwelt
Oscar Sabo in Erstens kommt es anders
Verwechslungen und andere Gefahren
In "Erstens kommt es anders" spielt Blandine Ebinger eine unzufriedene Braut, die sich trotz Verlobung auf die Suche nach einem geeigneteren Mann begibt. Zu diesem Zweck verteilt sie ihre Handtaschen in der ganzen Stadt, um "die ehrlichen Finder" genau unter die Lupe zu nehmen und sich daraus ihren Zukünftigen zu wählen. Nach unzähligen Enttäuschungen ist die Verwunderung groß, als sich der verschmähte Verlobte als ehrlichster aller Finder herausstellt.

Großartige Unterhaltung bietet auch die Verwechslungskomödie "Das dreizehnte Weltwunder". Dieses kommt in Gestalt eines jungen Artisten daher, der einen neuen Arbeitgeber sucht und darum beim Zirkusdirektor vorstellig werden will. Beim geplanten Treffen im Hotel geht aber einiges schief, da der Herr Zirkusdirektor mit einem Gymnasialdirektor verwechselt wird. Der wartet indes auf den Zukünftigen seiner Tochter und kann sich über wilde Sprünge und Verrenkungen seines Besuchers nur wundern. Weniger amüsant geht es in "Der streitbare Herr Kickel" zu. Der ist fürwahr ein finsterer Zeitgenosse und läuft vor lauter Ärger über alles und jeden Gefahr, sich zu Tode zu ärgern. Sein Umfeld leidet, dem Publikum aber wird's gefallen.
Ricore
Nach Verdrängung etabliert
Den Kurzfilm als Vorfilm des eigentlichen Hauptfilms gibt es heutzutage nur mehr sehr selten. Mitte der 1970er Jahre wurde er von Werbung und Trailern verdrängt. Diese stellten nämlich für die Kinos eine zusätzliche Einnahmequelle dar. Die Entwicklung ist aber nicht nur negativ zu betrachten. Vielmehr hat sich der Kurzfilm als eigenständige Kunstrichtung etabliert. Ganze Festivals drehen sich um die kleinen Kunstwerke, die auch bei der Oscar-Verleihung Beachtung finden.
Von  Ann-Catherin Karg/Filmreporter.de,  11. Mai 2021
Weitere Retronews
Der 44-jährige Bühnen- und Filmschauspieler Curd Jürgens bestellte kürzlich bei einer Solinger...
2021