Starfeature: Amélie wird erwachsen | FILMREPORTER.de
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Starfeature

Audrey Tautou
In Paris verwurzelte Affenliebhaberin

Amélie wird erwachsen

Am liebsten wäre sie Primatenforscherin geworden. In den menschenähnlichen Primaten sieht Audrey Tautou die Möglichkeit, mehr über die eigene Art zu erfahren: "Affen sind für mich das Größte. Wenn man ihr Verhalten studiert, versteht man den Menschen besser." Sie verwirft ihren Entschluss nach dem Abitur und widmet sich der schöngeistigen Literatur in Form eines Studiums in Paris. Wo Literatur ist, kann das Theater nicht weit sein und so beginnt eine vielversprechende Schauspielkarriere außerhalb des Affengeheges.
Von  Timo Buschkämper, Filmreporter.de, 13. August 2009

Audrey Tautou in "Da Vinci Code - Sakrileg"

Audrey Tautou in "Da Vinci Code - Sakrileg"

Theaterausbildung
Tautou absolviert die berühmte Pariser Schauspielschule Cours Florent. Sie tut es somit Vorgängern und Kolleginnen wie Daniel Auteuil, Guillaume Canet, Isabelle Adjani oder Sophie Marceau gleich. Nicht nur aufgrund der berufsbedingten Auseinandersetzung mit Klassikern der Weltliteratur entwickelt sie früh eine Leidenschaft für Autoren wie Victor Hugo, Oscar Wilde, Paul Auster, und Timothy Zahn. Was die Lyrik anbelangt, konzentriert sie sich eher auf Dichter vom Schlage Charles Baudelaires oder des rumänischen Dadaisten Tristan Tzara. Im Rahmen der landesweit ausgestrahlten Fernsehshow "Jeunes Premiers", die nach talentierten jungen Schauspielkräften Ausschau hält, wird sie 1998 als beste Nachwuchsdarstellerin ausgezeichnet.

Die fabelhafte Welt der Amélie

Die fabelhafte Welt der Amélie

Kinorollen
Aufsehen erregt sie im Jahr 1999 in der Komödie "Schöne Venus" von Regisseurin Tonie Marshall. Ihre überzeugende Darbietung wird prompt mit dem angesehenen französischen Filmpreis César ausgezeichnet. Ihr internationaler Durchbruch wird allerdings zwei Jahre später folgen. Jean-Pierre Jeunet besetzt sie, beeindruckt von ihrer Vorstellung in "Schöne Venus", als Amélie Poulet in "Die fabelhafte Welt der Amélie". Der Film wird nicht nur in Frankreich ein Kassenschlager, verzaubert Publikum wie Kritik und. Tautou gewinnt wiederum den César. 2004 arbeiten Jeunet und Tautou für das Kriegsdrama "Mathilde - Eine große Liebe" erneut zusammen. Auf der Flucht vor Klischees versucht Tautou sich inzwischen von ihrem Amelie Poulet-Image zu befreien. Sie spielt fortan Stalkerinnen, Putzfrauen oder begibt sich für Stephen Frears "Kleine schmutzige Tricks" ins britische Immigrantenmilieu. Kurz darauf läutet Hollywood an der Tür und Tautou folgt der verführerischen Offerte. In "The Da Vinci Code - Sakrileg" ist sie 2006 schließlich an der Seite von Leinwandstar Tom Hanks zu sehen.

Audrey Tautou als Coco Chanel

Audrey Tautou als Coco Chanel

Gummistiefeleklat und Chanel Nr.5
Es vereint klassische Eleganz mit geheimnisvoller Leichtigkeit. Das kleine Schwarze brachte in den 1920er Jahren Modeschöpferin Coco Chanel den Durchbruch. Mit dem Kleid befreit die Pariserin die Damenwelt aus dem Korsett und revolutioniert die Modewelt. Ob dies Audrey Tautou mit ihrer Darstellung der umtriebigen Ikone in "Coco Chanel - Der Beginn einer Leidenschaft" gelingen wird, bleibt abzuwarten. Mit einer Äußerung brachte sie hingegen schon Modepapst und Chanel-Chefdesigner Karl Lagerfeld im Vorfeld gegen sich auf. Auf die Frage, ob sie immer Chanel tragen würde, antwortete die Schauspielerin nämlich: "Manchmal. Diesen Morgen trug ich die (Chanel)-Gummistiefel." Zu viel für König Karl, er fühlte sich persönlich angegriffen und bemerkte süffisant: "Ich wusste gar nicht, dass wir Gummistiefel machen". Fortan favorisierte er Penélope Cruz für die Rolle der Coco Chanel. Es kommt aber noch dicker für Lagerfeld, weil trotz aller Widerstände Audrey Tautou ihre amerikanische Kollegin Nicole Kidman auch noch als Werbegesicht für den legendären Duft Chanel Nr. 5 ablöst.

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