Starfeature: Jessica Alba - Sex sells! | FILMREPORTER.de
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Tagelang in Spandex: Jessica Alba
Vorreiterin der Gleichberechtigung?

Jessica Alba - Sex sells!

Jessica Alba ist ein Sexsymbol. Die Schauspielerin wird oft vor allem wegen ihres Erscheinungsbildes wahrgenommen. Sie teilt dieses Problem mit vielen Kolleginnen der Branche. Immer wieder versichert sie tapfer, dass sie dieses Image eigentlich ablehne. Nacktszenen dreht sie grundsätzlich nicht. Nur für Robert Rodriguez machte sie eine Ausnahme. In "Machete" ist sie doch mal nackt zu sehen. Oder nicht?
Von  Jassien Kelm/Filmreporter.de, 25. Dezember 2010

Machete

Machete

Play the Game
Wie die meisten ihrer Kolleginnen wünscht sich Alba, dass der Anteil weiblicher Drehbuchautoren, Regisseure und Produzenten in Hollywood steigen möge. Schauspielerinnen sollten ihrer Meinung nach mehr Hauptrollen bekommen und dabei vor allem nicht nur die Gespielin männlicher Protagonisten geben müssen. Andererseits ist sich Alba der Mechanismen des Marktes bewusst. So spielt die attraktive Darstellerin mit dem bronzefarbenen Teint und dem sinnlichen Schmollmund immer wieder Frauentypen, die in erster Linie das männliche Zielpublikum ansprechen.

Ihre Rollenwahl steht im Widerspruch zu Aussagen, wonach Alba über ihre Arbeit und weniger über ihren Körper definiert werden will. "Ich erreiche eine bestimmte Zielgruppe, das steigert meinen Marktwert und das wiederum ermöglicht mir Filme zu machen. Immer öfter drehe ich welche, in denen ich mich als Schauspielerin entwickeln kann", so die 29-jährige Tochter eines Mexikaners und einer Kanadierin mit dänisch-französischen Wurzeln im Interview mit der Süddeutschen Zeitung. Ist ihre Rollenwahl also Mittel zum Zweck?

Auch mal blond: Jessica Alba

Auch mal blond: Jessica Alba

Was hat sie falsch gemacht?
Albas clever-pragmatische Einstellung, ihren Marktwert durch sexy Rollen zu steigern ist nicht frei von Unstimmigkeiten. So stellt sich die Frage, in welchen Filmen Alba besagte Chancen für ihre schauspielerische Weiterentwicklung sieht. Seichte Komödien wie "Der Love Guru" und "Spy Kids 4: Armageddon" (2011) bieten naturgemäß geringe Entwicklungsmöglichkeiten. Als "Fantastic Four"-Superheldin in eng anliegender Uniform mit üppigem V-Ausschnitt, steht eine differenzierte Charakterzeichnung sicherlich ebenso wenig im Vordergrund.

Die Kehrtwende sollte 2010 das Drama "The Killer Inside Me" von Michael Winterbottom einleiten. Schließlich steht der britische Independent-Regisseur für anspruchsvolle Werke wie "Road to Guantánamo". Doch um wirklich vom Image des Sexsymbols weg zu kommen, wäre es für Alba womöglich ratsam gewesen, nicht den Part einer attraktiven Prostituierten zu übernehmen.

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