Cartoons ziehen in den Krieg - 1996 | FILMREPORTER.de
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Cartoons ziehen in den Krieg

Medium: Kauf KaufDVD
OriginaltitelThe Cartoons Go to War
Land & Jahr USA 1996
Verkaufsstart    11.10.2004 (AL!VE)
FSK & Länge ab 12 Jahren • 96 min.
RegieSharon K. Stone
DarstellerChuck Jones, Jerry Beck, Milt Neil, Martha Sigall
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenDVDsbewerten
DVD Extras: Sieben Original-Cartoons: "Jungle Drums", Secret Agent", "Scrap Happy Daffy", "Ducktators", "Confusions of a Nutzy Spy", "Daffy - the Commando", "The Spirit of '43"

Die Dokumentation schildert die Entwicklung des Zeichentrickfilms in den USA von Kriegsbeginn bis zum Frieden. Während dieser Zeit wurden speziell propagandistische Cartoons angefertigt. Sie richteten sich hauptsächlich an ungebildete junge Männer um sie für die Front vorzubereiten. Chuck Jones, Animator und Zeichner, erläutert warum die Amerikaner Cartoons für ein geeignetes Propagandamedium hielten. Zu einem konnte man dadurch kompliziertere Vorgänge wie die Bedienung eines C1 Autopiloten illustrieren. Zum anderen war es auf diese Weise möglich den Feind bildlich als "das Böse" darzustellen. In einem der Cartoons zum Beispiel wird Hitler als ein Schwein symbolisiert. In einem anderen trägt er Teufelshörner. Vor ihm schmort ein amerikanischer Soldat im Kochtopf. Oft wurde er auch von berühmten Cartooncharakteren wie "Donald Duck" dargestellt. Im Allgemeinen waren Disney Figuren in Kampfanzügen keine Seltenheit. Später erfand die Army den Zeichentrickcharakter SNAFU ("Situation Normal all Fouled up"") speziell für Unterrichtszwecke. Die Cartoons mit dem faulen und unmotivierten Gefreiten sollten als Abschreckung für die Soldaten dienen. Nach dem Motto: "Macht nichts wie er es macht". Wegen seiner Beliebtheit wurden in einem Jahr insgesamt 30 Snafu-Folgen produziert.
"Cartoons ziehen in den Krieg" bietet aufschlussreiche Hintergrundinformationen über die Herstellung von Propaganda-Zeichentrickfilmen in den USA. Ehemalige Grafiker und Produzenten berichten über die bizarren Bedingungen ihrer damaligen Arbeit. So waren sie zum Beispiel zu strengster Geheimhaltung verpflichtet. Im Großen und Ganzen ist eine kritische Darstellung der damaligen Zeichentrickfilme gelungen. An manchen Stellen wirkt die Berichterstattung der amerikanischen Dokumentation allerdings etwas subjektiv. Eine ehemalige Zeichnerin. hält die Snafu Cartoons zum Beispiel für "harmlos" Allerdings befinden sich außer der Dokumentation noch sieben zusätzliche Kriegscartoons auf der DVD. Durch dieses zahlreiche Anschauungsmaterial kann der Zuschauer sich eine eigene Meinung über die Zeichentrickfilme der Amerikaner bilden.

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