Road to Perdition - 2002 | FILMREPORTER.de
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©20th Century Fox

Road to Perdition

Medium: Kauf KaufDVD
OriginaltitelRoad to Perdition
GenreDrama
Land & Jahr USA 2002
Verkaufsstart    08.03.2003 (20th Century Fox Home Entertainment)
FSK & Länge ab 16 Jahren • 112 min.
RegieSam Mendes
DarstellerTom Hanks, Tyler Hoechlin, Rob Maxey, Paul Newman, Liam Aiken, Jude Law
Links IMDB
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DVD Extras: Kommentar von Regisseur John Mendes • 11 unveröffentlichte Szenen • HBO Special: The Making of Road to Perdition

Von Sam Mendes' Fans lang ersehntes düsteres Drama

Sullivan ist ein Hitman in Diensten des Mafiabosses John Rooney (Paul Newman). Für Rooney ist Sullivan so etwas wie ein Ziehsohn, da er von seinem eigenen missratenen Sohn Connor (Heike Makatsch damaliger Lebensgefährte Daniel Craig) enttäuscht ist. Eines Nachts wird Sullivans Sohn Michael jun. Zeuge eines "Jobs", den Connor und Sullivan gemeinsam erledigen. Connor gibt vor, dass ihm Sullivans Bürgschaft für seinen Sohn genügt, dringt aber kurz darauf in Sullivans Haus ein und erschießt dessen Frau und den Sohn. Allerdings hat er dabei Peter, den jüngeren der beiden Söhne erwischt.

Sullivan schwört Rache, will aber vorher Michael jun. bei einer Tante in Sicherheit bringen. Der Weg zur Verwandtschaft ist voller Hindernisse. Sei es der fiese Polizeifotografen Maguire (Jude Law), der seinen Verdienst gelegentlich mit Auftrags-Morden aufbessert und auf Sullivan angesetzt ist. Oder durch die Tatsache, dass Vater und Sohn auf ihrer Reise eine Reihe von Banken überfallen, bei denen Rooneys Mafia-Gelder liegen. Durch die gemeinsame Reise wandelt sich auch das bisher eisige Verhältnis zwischen Sullivan sen. und Sullivan jun. Es hatte bislang so gut wie keine Nähe oder Vertrautheit zwischen dem Vater und seinem älteren Sohn gegeben.
Sam Mendes hat sich dem gleichnamigen Comic-Gangster-Epos von Max Allan Collins und Richard Piers Rayner angenommen. Der "American Beauty"-Regisseur liefert ein von seinen Fans lang ersehntes düsteres Drama ab. Mendes sagt von seinem Film selbst, dass es die Geschichte eines schlechten Mannes und schlechten Vaters sei, der sich zum guten Vater wandelt, aber ein schlechter Mann bleibt. Dieser schlechte Mann wird gespielt von Tom Hanks, seines Zeichens amerikanischer Schauspiel-Liebling und lange präsenter Good Guy. Eine solide gespielte und längst überfällige Rolle. Herausragend ist sie nicht. Das mag daran liegen, dass Hanks am besten ist, je weniger er sich bemüht zu spielen. In "Road To Perdition" jedoch gibt es eine Reihe von Dingen, bei denen man das Gefühl hat, Hanks wolle gegen sie anspielen. Sei es der große alte Mann des Hollywood-Kinos Paul Newman, die größtenteils düstere Atmosphäre des Films, das gewaltige, durchgestylte Set oder die Schwere der Klamotten, die Hanks alias Michael Sullivan trägt.

Mendes hatte seinen ersten Kinoerfolg mit "American Beauty". Nach dem von Kritik und Publikum hochgelobten und mit Preisen überschütteten Film ist "Road To Perdition" seine zweite Regiearbeit. Vordergründig erscheint der Film als Mafia-Thriller mit Starbesetzung. Er ist aber weit mehr als das. Mendes macht aus der Geschichte ein Gesamtkunstwerk. Die dunkel-düstere Kameraarbeit taucht die Welt der Ganoven in depressive Grau- und Brauntöne, symbolhaft tauchen Schattengestalten auf, huschen durchs Bild. Über dem Film und seiner Geschichte liegt eine unendliche Schwere, die durch den sparsamen Einsatz von Lichtquellen und die dicken Kostüme der Schauspieler zur Geltung kommt. Die Inszenierung vieler kleiner Szenen mit der Mendes eigenen Detailbesessenheit und Langsamkeit, legt sich wie Mehltau auf die Seele des Films und seiner Akteure. Und wieder einmal verpatzt ein melodramatischer Schluss den Gesamteindruck.

Hätte man den Cut ein paar Minuten früher angesetzt, wäre einem der gefühlsduselige Nachgeschmack erspart geblieben. Mendes kommt vom Theater und ist in England ein angesehener Theaterregisseur. Vielleicht inszeniert der Brite deswegen seine Kinofilme mit der gleichen Bildhaftigkeit und Genauigkeit wie seine Bühnenstücke. "Road to Perdition" ist der Weg, der ins Verderben führt. Es liegt beim Publikum, zu entscheiden, ob der Film für Mendes ein gutes oder schlechtes Omen wird.
Road to Perdition

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Berufskiller Michael O'Sullivan ist im Beruf knallhart, er agiert ohne jede Gnade. Zu Hause geriert er sich jedoch als liebender Familienvater. Sein...  Clip starten
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