Stroszek - 1977 | FILMREPORTER.de
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Stroszek

Medium: Kauf KaufDVD
OriginaltitelStroszek
GenreDrama
Land & Jahr Deutschland 1977
Verkaufsstart    06.04.2004 (Kinowelt Home Entertainment)
FSK & Länge ab 12 Jahren • 104 min.
RegieWerner Herzog
DarstellerBruno S., Eva Mattes, Clemens Scheitz, Norbert Grupe, Burkhard Driest, Clayton Szalpinski
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenDVDsbewerten
DVD Extras: Audiokommentar von Werner Herzog und Laurens Straub • Dokumentation "How Much Wood Would a Woodchuck Chuck" • Fotogalerie • Biografie • Trailer

Straßenbarde Bruno S. hat gerade eine weitere Haftstrafe in einem Berliner Gefängnis abgesessen. Amerika soll nun die Wende bringen. Zusammen mit seiner Freundin, der Ausreißerin und Prostituierten Eva (Eva Mattes), und ihrem alten Nachbarn, Herrn Scheitz (Clemens Scheitz) wagt der kriminelle Alkoholiker den Neuanfang. Eva ist froh, den Nachstellungen der Zuhälter zu entkommen, Herr Scheitz hat in Übersee einen Neffen, der ihn zu sich eingeladen hat. Die erste Station des Trios in der neuen Welt ist ein komfortabler 21 Meter langer Wohnwagen in Wisconsin. Nach einer kurzen glücklichen Phase ist es aus mit dem Glück. Die drei können bald die Raten für den Trailer nicht mehr aufbringen - er wird versteigert. Daran kann auch die Beute eines Bankraubs - ganze 22 Dollar - nichts ändern. Und als ob das Schicksal nicht schon hart genug wäre, zerbricht auch noch Brunos Beziehung zu Eva.
In "Stroszek" arbeitet Werner Herzog erneut mit Bruno S., auch bekannt als Bruno der Schwarze. Der Heimzögling ist in den 70er Jahren seit einer Dokumentation von Lutz Eichholtz bei den intellektuelleren Medien angesagt. Schon bei "Kaspar Hauser" hat er ein außergewöhnliches schauspielerisches Talent bewiesen, das sich stets sehr auf seinen Charakter konzentriert. Herzogs Hauser-Adaption weist deutliche Bezüge zur Biographie seines Hauptdarstellers auf. Wie Kaspar hat auch Bruno keinen echten Familiennamen, weshalb er meist als Bruno S. im Abspann auftaucht - auch dies Teil einer ungewöhnlichen Heldenbildung. Nach "Kaspar Hauser" schenkt Herzog ("Fitzcarraldo") Bruno nicht nur eine Reise nach Amerika, er bietet ihm auch eine Rolle in einem weiteren Film an: "Stroszek". Der filmische Bruno kann in Amerika nicht mit der Geschwindigkeit des Lebens mithalten, er konnte es ja auch im viel gemächlicheren Berlin nicht. Alles entgleitet ihm, sein bescheidener, auf Raten angeschaffter Besitz so schnell wie seine Freundin. "Stroszek" ist eine Geschichte des Scheiterns - aber nicht ein genialer Geist scheitert hier, es ist eine kleine, gebrochene Existenz, die versagt, und das zum wiederholten Mal. Es ist eine zutiefst menschliche Geschichte, das ist ihre Stärke.

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8,5
7,0 (Filmreporter)     
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