Lola - 1981 | FILMREPORTER.de
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Lola

OriginaltitelLola
GenreDrama
Land & Jahr Deutschland 1981
FSK & Länge ab 16 Jahren • 110 min.
MediumDVD (Kauffassung)
AnbieterStudioCanal Germany Home Entertainment
Verkaufsstart18.04.2008
RegieRainer Werner Fassbinder
DarstellerBarbara Sukowa, Ulrike Vigo, Marita Pleyer, Helmut Petigk, Maxim Oswald, Juliane Lorenz
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DVD Extras: Interviews mit Peter Märthesheimer, Xaver Schwarzenberger und Barbara Sukowa Biografie Rainer Werner Fassbinder • Fotogalerie • Original Kinotrailer

Teil von Fassbinders Trilogie über die BRD

Coburg im Jahr 1957: Von Bohm (Armin Mueller-Stahl) tritt in der Kleinstadt sein Amt als neuer Baudezernent an. Durch seine korrekte und unbestechliche Art macht er sich in der korrupten Gesellschaft schnell unbeliebt. Die schiebt sich ungeniert gegenseitig die profitablen Happen des Wirtschaftswunders zu. Der wahre Machthaber der Gemeinde ist Baulöwe Schukert (Mario Adorf).

Treffpunkt der Honoratioren der Stadt ist seine "Villa Fink", ein florierendes Bordell. Dort werden in Sektlaune die viele geschäftlichen Beziehungen ausgehandelt und gefestigt. Der Star des Edelbordells ist die bezaubernde Marie-Luise (Barbara Sukowa), unter den Männern besser unter ihrem Bühnennamen Lola bekannt. Der hochmoralische von Bohm deckt Schukerts Machenschaften auf, er will die Wahrheit über die korrupte Stadtverwaltung ans Licht bringen. Zugleich verliebt er sich aber in Lola - und weiß als einziger nichts von ihrem einträglichen Beruf.
"Lola" ist ein Teil von Rainer Werner Fassbinders Trilogie über die Bundesrepublik der Nachkriegszeit. Wie "Die Ehe der Maria Braun" und "Die Sehnsucht der Veronika Voss" zählt der Film zu den reifsten und gelungensten Werken des im Jahr nach den Dreharbeiten verstorbenen Regisseurs. Satirisch zugespitzt und zugleich schmerzhaft authentisch zeichnet Fassbinder ein äußerst hässliches Bild der Wirtschaftswunderzeit. Er entglorifiziert die Ära Adenauer, entlarvt die Verlogenheit jener Aufschwungstage.

Am Beispiel einer kleinen Stadt führt er die Pervertierung der Politik vor, wie er sie in der BRD der 50er Jahre vorfand. Dennoch ist "Lola" kein rein politischer Film - im persönlichen Schicksal des von Bohm - grandios dargestellt von Armin Mueller-Stahl - steht die emotionale Korruption der Menschen im Vordergrund, die Verwahrlosung der Gefühle als Folge verkommener Sitten.
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