Die kalte See - 2002 | FILMREPORTER.de
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Die kalte See

OriginaltitelHafið
AlternativALT. Originaltitel: The Sea / Havet
GenreDrama
Land & Jahr Island/Frankreich/Norwegen 2002
Kinostart    07.10.2004 (Neue Visionen)
FSK & Länge ab 12 Jahren • 109 min.
RegieBaltasar Kormákur
DarstellerGunnar Eyjólfsson, Hilmir Snær Guðnason, Hélène de Fougerolles, Kristbjörk Kjeld, Sven Nordin, Guðrún Gísladóttir
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Die isländischen Fischer können nur noch mit Mühe ihren Lebensunterhalt verdienen. Deshalb verkaufen viele ihre Betriebe an die großen Firmen der Insel. In wenigen Jahren gehen viele Arbeitsplätze verloren. Thordur (Gunnar Eyjólfsson) weigert sich dem traurigen Trend nachzugeben. Er besitzt den größten Fischereibetrieb der Stadt, ein Verkauf hätte verheerende Folgen für alle Bewohner. Deshalb will der tyrannische Patriarch seine Kinder in den Betrieb einspannen. Sohn Haraldur (Sigurður Skúlason) arbeitet zwar schon in der Firma, seine Leistungen gereichen jedoch nicht zur Zufriedenheit des Vaters. So liegen dessen ganze Hoffnungen auf seinen beiden anderen Kindern. Doch die denken gar nicht daran, ihm zu helfen. Tochter Ragnheidur (Guðrún Gísladóttir) lebt mit ihrem Mann in Reykjavik. Lieblingssohn Agúst (Hilmir Snaer Gudnason) gibt vor, in Paris Wirtschaft zu studieren, tatsächlich komponiert er Musikstücke. Die Kinder machen ihrem Vater drastisch klar, dass er den Betrieb verkaufen soll. Mit teils extremen Aktionen wollen sie ihrem Wunsch Nachdruck verleihen. Langsam wird klar, dass nicht die Zukunft der Firma, sondern die tragischen und düsteren Geheimnisse der Vergangenheit den Zorn der Kinder geschürt hat.
Nach dem Erfolg von "101 Reykjavik" wartet Regisseur Baltasar Kormákur mit seinem zweiten Werk auf. Der Nachfolger der schwarzhumorigen Beziehungskomödie ist der bisher erfolgreichste isländische Film. Er räumte sämtliche Filmpreise Islands ab und lockte rund die Hälfte der Inselbewohner ins Kino. Dabei hat sich der Filmemacher dieses Mal an ein ernsthafteres Thema gewagt. Er nimmt das Politikum Fischerei als Hintergrund für ein bitteres Familiendrama. Auf die Idee brachte ihn ein Bühnenstück. Gedreht wurde in Neskaupstadur, einem kleinen Dorf im Osten Islands. Hilmir Snaer Gudnason meint dazu: "Es fühlt sich wie das Ende der Welt an." Dem Regisseur war es wichtig, die tristen, teils brutalen Verhältnisse des Fischerlebens möglichst authentisch zu zeigen. Dadurch würden die eigenwilligen Charaktere des Films erst klar verständlich werden. Etwas zuviel Authentizität schaffte er, als er einen Brand in einem zukünftigen Museum inszenierte: Nachdem die Szenen abgedreht waren, verstärkte sich der Wind und das ganze Gebäude brannte nieder.

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