Kebab Connection - 2005 | FILMREPORTER.de
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Kebab Connection

OriginaltitelKebab Connection
GenreKomödie
Land & Jahr Deutschland 2005
Kinostart    21.04.2005 (timebandits films)
FSK & Länge ab 12 Jahren • 96 min.
RegieAnno Saul
DarstellerAdnan Maral, Misel Maticevic, Denis Moschitto, Hilmi Sözer, Kida Ramadan, Numan Acar
Homepage http://www.kebabconnection.de/
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenGalerieDVDsbewerten

Ibo (Denis Moschitto) ist ein kinobegeisterter Hamburger Türke. Sein Faible für fernöstliche Kampfkunst soll, so der Wunsch des angehenden Filmemachers, soll in den ersten deutschen Kung Fu-Film münden. Ein Kino-Werbespot für die Dönerbude seines Onkels Ahmet (Hasan Ali Mete) bietet ihn eine erste Plattform, auf der er sein Können unter Beweis stellen kann. Der unkonventionelle Werbefilm schlägt bei den jungen Cineasten des Viertels wie eine Bombe ein. Ibo avanciert zur neuen lokalen Filmhoffnung. Verständlich, dass die unerwartete Schwangerschaft seiner deutschen Freundin Titzi (Nora Tschirner) überhaupt nicht zu den Karriereplänen Ibos passt. Titzi glaubt, entgegen den Bedenken ihrer Mutter an einer gemeinsamen Zukunft mit Ibo. Dieser fliegt allerdings zunächst hochkant aus dem Elternhaus raus. Er fühlt sich von der neuen privaten Situation bald total überfordert. Seine filmische Karriere will auch nicht so richtig in die Gänge kommen und der Dönerbude seines Onkels gehen auch wieder die Kunden aus. Etwas muss geschehen und zwar schnell, denn Ibos Leben droht aus dem Ruder zu laufen.
Wenn ein Türke im jungen Deutschen Kino von Fatih Akin gezeigt wird, sind Dönerspieße und Taxen meistens nicht weit entfernt. Man braucht nur wenige Sequenzen von "Kebab Connection" zu sehen, um zu erkennen, dass der Berlinalegewinner 2004 am Drehbuch dieser Culture Clash-Komödie mitgewirkt hat. Kennzeichnend hierfür ist nicht nur der Kurzauftritt der süßen "Gegen die Wand"-Muse Sibel Kekilli, sondern vor allem der spielerisch ironische Umgang mit festgesetzten Vorurteilen und Klischees. Regisseur Anno Saul ist mit "Kebab Connection" ein weiteres Stück Parallelgesellschaftskino gelungen, das mit sprühenden Dialogen und gelungener Besetzung zu überzeugen weiß. Dabei profitiert sein Werk zweifellos vom unprätentiösen Komödien-Status. Die lockere Handhabung mit Vorurteilen und die Überzeichnung der Figuren dienen ausschließlich der leichten Unterhaltung und drohen nie tiefgehender zu werden. Es überrascht deshalb nicht, dass der schärfste Konkurrent der Dönerbude Onkel Ahmets ausgerechnet eine griechische Taverne am anderen Straßenrand ist.

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7,3
6,0 (Filmreporter)     
 (3 User)

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Galerie:  Kebab Connection

Wenn ein Türke im jungen Deutschen Kino von Fatih Akin gezeigt wird, sind Dönerspieße und Taxen meistens nicht weit entfernt. Man braucht nur wenige Sequenzen von "Kebab... mehr
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