Fateless - Roman eines Schicksallosen - 2005 | FILMREPORTER.de
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Fateless - Roman eines Schicksallosen

OriginaltitelSorstalanság
GenreDrama
Land & Jahr Ungarn 2005
Kinostart    02.06.2005 (NFP marketing & distribution)
FSK & Länge ab 12 Jahren • 134 min.
RegieLajos Koltai
DarstellerMarcell Nagy, Béla Dóra, Bálint Péntek, Áron Dimény, Péter Fancsikai, Zsolt Dér
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György (Marcell Nagy) wird mit 15 Jahren aus seiner gewohnten Umgebung gerissen und in ein Konzentrationslager deportiert. Bis jetzt hat er sein bevorstehendes Schicksal noch nicht in seinem völligen Ausmaß begriffen. Das Kind jüdischer Eltern muss schon seit längerem den gelben Stern an der Kleidung tragen, hatte sich daran aber schon zwangsläufig gewöhnt. Als sein Vater (Tibor Mertz) in ein Arbeitslager geschickt wird, glaubt György noch steif und fest an dessen Rückkehr. Doch kurz darauf wird auch er von der Gestapo festgenommen und mit anderen Budapester Juden in einem engen Güterwagon eingesperrt. Das Ziel des TRansports ist das KZ Auschwitz-Birkenau. Später wird er nach Buchenwald gebracht. Dort kämpft er unter grausamsten Bedingungen ums tägliche Überleben. Ein älterer Mitgefangener nimmt György unter seine Fittiche, erklärt ihm wie er der Tyrannei der Wachen, der knochenharten Arbeit und der schlechten Ernährung standhalten kann. Von einer schweren Infektion geschwächt, bricht der Junge trotzdem zusammen.
Das Holocaustdrama ist eine Adaption von Imre Kertészs "Roman eines Schicksallosen". Der Nobelpreisträger stimmte erst nach langwierigen Verhandlungen zu, auch das Drehbuch selbst zu schreiben. Kertész verarbeitet in seinem Werk seine eigene Geschichte. Ein Jahr lang musste er als Heranwachsender in den KZs Auschwitz-Birkenau und Buchenwald verbringen. Wie der Schriftsteller, so überlebt auch der Protagonist die Vernichtungscamps, findet sich danach aber nur mit Mühen im "richtigen Leben" zurecht. Erzählt ist die Geschichte aus der Perspektive des jugendlichen Györgys. So lässt sich dessen traumatisierteste Innenleben zumindest ansatzweise erahnen. Kertész und Regisseur Lajos Koltai beleuchten das alltägliche Leben im KZ von seinem sozialen und psychologischen Gesichtspunkt. Im Zentrum steht die Alltagsbewältigung der Gefangenen, ihre Überlebenstechniken und menschliche Verbindungen innerhalb des Lagers. Marcell Nagy alias György spielt seine Rolle mit beeindruckender Einfühlungsgabe und Sensibilität. Er portiert die Emotionen seines Charakters gekonnt auf die Leinwand. Weniger gelungen ist der Score der ansonsten ergreifenden Tragödie.

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Imre Kertészs "Roman eines Schicksallosen" ist die Vorlage für das ergreifende Holocaust Drama. Als Heranwachsender war der Nobelpreisträger ein Jahr in den Lagern... mehr
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