Die roten Schuhe - 1948 | FILMREPORTER.de
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Die roten Schuhe

OriginaltitelThe Red Shoes
GenreRomanze, Musical
Land & Jahr Großbritannien 1948
Kinostart    07.12.1948 (Rank (erloschen))
FSK & Länge ab 12 Jahren • 133 min.
RegieMichael Powell, Emeric Pressburger
DarstellerAnton Walbrook, Marius Goring, Moira Shearer, Robert Helpmann, Léonide Massine, Albert Bassermann
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Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenAwardsFeatureDVDsbewerten

Ein Meisterwerk des britischen Films!

Musikstudent Julian Craster (Marius Goring) kommt mehr zufällig als gewollt zum Ballett. Nach einer Aufführung der berühmten Lermontov-Tanzgruppe meldet sich Julian beim Impresario Lermontov (Anton Walbrook) und bietet ihm seine Dienste an. Der Ballettmeister stellt ihn zunächst als Dirigent ein, beauftragt ihn jedoch bald auch mit der Überarbeitung einer Partitur, die er von einem anderen Komponisten schon längere Zeit in der Schublade hatte: "Die roten Schuhe". Es handelt von einem Mädchen und ihren roten Schuhen, die auch noch weiter tanzen, wenn sie sie längst ausgezogen hat. Die junge Tänzerin Victoria Page (Moira Shearer) erkämpft sich einen Platz in der angesehenen Ballettkompanie. Kurz danach tritt Lermontovs Primaballerina ab, um zu heiraten - Victoria bekommt ihre große Chance. Der große Meister lässt das Ballett für sie komponieren, um sie aller Welt vorzustellen. Während der Vorbereitungen zur Premiere in Monte Carlo verliebt sich Victoria in Julian. Doch Lermontov duldet keine intimen Verbindungen unter seinen Künstlern. "Man kann nun mal nicht beides haben. Eine Tänzerin die sich der zweifelhaften Annehmlichkeit bürgerlicher Liebe hingibt, wird niemals eine große Tänzerin werden. Niemals!" Wofür wird sich Victoria entscheiden - für die Erfüllung ihres Lebenstraums oder für ihre neu gefundene Liebe?
Im Jahre 1999 gibt das British Film Institute eine Liste der hundert besten britischen Filme aller Zeiten heraus - die "BFI 100". Michael Powells und Emeric Pressburgers Filmkunstwerk "Die roten Schuhe" wird auf Platz neun geführt. Das Lob der Kritiker ist gerechtfertigt. In der unmittelbaren Nachkriegszeit herrscht ein formeller Schauspielstil, der sich hier mit der uniformiert eleganten Nonchalance aller Darsteller mischt.

Besonders der Österreicher Anton Walbrook verleiht der abgetragenen Figur des strengen Ballettmeisters eine überraschende Vielschichtigkeit. Witz, Güte, Trauer blitzen unter Lermontovs störrischer Fassade hervor, auch dank der zackigen Dialoge von Michael Powell. Balletttänzerin Moira Shearer tanzt in ihrem Filmdebüt mit solcher Grazie, dass auch Ballett ungeübte Augen sich daran erfreuen können. Die prächtige Farbgebung des Films ist ein besonderer Genuss - die Entwickler des Technicolor-Verfahrens Herbert und Natalie Kalmus kommentierten, er sei das am besten gelungene Exemplar ihrer Technologie.

Kurz gesagt, hier handelt es sich um ein Stück Kulturgeschichte, sowie einen angenehmen Einstieg für alle, die sich mit Filmklassikern beschäftigen wollen. Im Vor- und Abspann wird das gleichnamige Märchen von Hans Christian Andersen als Drehbuchvorlage genannt. Tatsächlich kommt die Geschichte des dänischen Autors jedoch nur im inszenierten Ballett zum Tragen. Im Jahre 1948 produziert wurde die cineastische Glanzleistung unter anderem mit zwei Oscars, einem Golden Globe und einem goldenen Löwen prämiert.

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