Drei Farben: Rot - 1994 | FILMREPORTER.de
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Drei Farben: Rot

OriginaltitelTrois couleurs: Rouge (Trzy kolory: Czerwony)
GenreDrama
Land & Jahr Frankreich/Polen/Schweiz 1994
Kinostart    08.09.1994 (Concorde Filmverleih)
FSK & Länge ab 6 Jahren • 99 min.
RegieKrzysztof Kieslowski
DarstellerIrène Jacob, Jean-Louis Trintignant, Frédérique Feder, Jean-Pierre Lorit, Samuel Le Bihan, Marion Stalens
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Bildgewaltiges und intelligent umgesetztes Werk

Eines Abends trifft Valentine (Irène Jacob) zufällig auf einen Ex-Richter (Jean-Louis Trintignant). Dumm, dass Valentine gerade den Hund des alten, verbitterten Mannes angefahren hat. Doch der bringt wenig Empathie für sein Haustier auf, vielmehr hört er scheinbar ungerührt Telefongespräche der Nachbarn ab, schneidet diese sogar mit. Die 23-jährige Studentin weiß nicht worüber sie mehr entsetzt sein soll, seine Hartherzigkeit oder seine Skrupellosigkeit? Trotzdem spürt sie die unerklärliche Faszination in ihrer Beziehung. Auch der Jura-Student Auguste (Jean-Pierre Lorit) kreuzt immer wieder den Weg Valentines, ohne dass die beiden sich allerdings wahrnehmen. Erst auf der Überfahrt nach England treffen die Studenten aufeinander, aber die Fähre verunglückt. Nur sieben Passagiere überleben die Katastrophe.
Der dritte Teil, dem Resümee von Krzysztof Kieslowskis faszinierender Drei-Farben-Trilogie, ist der Farbe "Rot" und dem letzten Ideal der französischen Revolution, der Brüderlichkeit gewidmet. Selten hat ein filmischer Sreisprung ein derart positives Echo beim anspruchsvollen Arthaus-Publikum gefunden. Die "Drei Farben" sind ein bildgewaltiges und intelligent umgesetztes Vermächtnis des polnischen Regisseurs. Wie ein roter Faden zieht sich die Farbe Rot und Zbigniew Preisners mit einem César ausgezeichnete Musik durch das fulminante Farbenfinale.

Was machen menschliche Beziehungen aus, wie definiert sich Freundschaft, auf welche Fundamente basiert die Brüderlichkeit. Kieslowski gibt eine eigentümliche, intellektuell geratene, dabei aber sehr poetische Antwort, die auch von seiner Bildgewalt und den ausgezeichneten Darstellern profitiert. Mit "Drei Farben: Rot" beendet der Meister sein filmische Spielfilmwerk, er veröffentlicht vor seinem Tot 1996 mit "Ein kurzer Arbeitstag" nur noch eine Dokumentation.
Drei Farben: Rot

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