Grace is Gone - 2007 | FILMREPORTER.de
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Grace is Gone

OriginaltitelGrace is Gone
GenreDrama
Land & Jahr USA 2007
Kinostart    28.08.2008 (Central Film)
FSK & Länge ab 12 Jahren • 85 min.
RegieJames C. Strouse
DarstellerJohn Cusack, Emily Churchill, Rebecca Spence, Jennifer Tyler, Susan Messing, Shélan O'Keefe
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Beklemmendes Anti-Kriegs-Drama mit John Cusack

Stanley Philipps (John Cusack) großer Traum war das Militär. Er wollte sein Land verteidigen und im Ausland dienen. Eine Seeschwäche hinderte ihn jedoch an der Verwirklichung seines Zieles. Stattdessen dient seine Frau Grace als Soldatin im Irak. Stanley arbeitet im Kundenservice eines Haushaltswarengeschäftes. Daneben kümmert er sich um seine zwei Töchter, die zwölfjährige Heidi (Shélan O'Keefe) und die achtjährige Dawn (Gracie Bednarczyk). Als ihm die Nachricht vom Tod seiner Frau überbracht wird, weiß er anfangs nicht, wie er damit umgehen soll - und schon gar nicht wie er die schreckliche Nachricht seinen Kindern beibringen soll. Stanley beschließt, diesen Moment des Schreckens und der lebenslangen Traurigkeit für ein paar Tage aufzuschieben und unternimmt einen spontanen Ausflug in einem Vergnügungspark in Florida. Auf dem Weg dorthin kommt sich die Restfamilie näher und Stanley fällt es immer schwerer, in die lachenden Gesichter seiner Kinder zu blicken und ihnen den Tod ihrer Mutter zu beichten.
"Grace is Gone" behandelt eine von vielen Facetten des Krieges. Die Gräueltaten geschehen nicht nur an der Front im Kampf, sondern auch weit entfernt vom Kriegsgeschehen, in den Familien der Opfer und der gefallenen Soldaten. So gibt es in James C. Strouses Drama keine einzige Kampfszene, dennoch ist der Film ein Plädoyer für den Frieden und gegen den Krieg. In Amerika fühlten sich Kriegsbefürworter angegriffen und kritisierten ihrerseits den Regisseur, seine Intentionen und sogar Hauptdarsteller John Cusack als ausdruckslos. Dabei macht gerade dies seine Stärke in dem Drama aus, vor allem wenn man weiß, zu was Cusack alles fähig ist. Seine ausdruckslose Mimik, die wenigen Gesten, der langsame, depressive und designierte Gang - das alles führt zu einer dumpfen, von Angst geprägten Atmosphäre vor allem zu Beginn des Films. Diese löst sich erst langsam auf. Kurioserweise wird das Drama mit fortschreitender Handlung fröhlicher, obgleich der Moment der Wahrheit immer näher rückt. Auch Cusacks Mimik ändert sich im Laufe der Handlung, seine Depression nimmt ab, seine Traurigkeit hingegen zu. Dieser feine Unterschied wird in Cusacks Gang und seinem Gesicht bemerkbar.

James C. Strouse entschied bei seinem Spielfilmdebüt, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. So gibt es neben den drei Hauptdarstellern und dem Bruder von Stanley Philipps keine Handlungstragenden Nebenfiguren. Die Dialoge sind auf das Wesentliche beschränkt. Die Kameraführung ist ruhig. Städte, Restaurants und Landschaften ziehen Kommentarlos am Autofenster vorbei. Totalen wechseln sich geschickt mit Nahaufnahmen ab. Die Aneinanderreihung solcher Szenen erweckt manchmal den Eindruck einer Halbdokumentation. Zwar kommt der Ausflug mit dem Auto so gut zur Geltung, der Figuren- und Handlungsentwicklung ist jedoch nicht genüge getan. So schleicht sich streckenweise Langeweile ein, welche auch durch die hervorragende Musik nicht wettgemacht werden kann. Die spielt eine wichtige Rolle, da sie die Szenen untermalt wenn es notwendig ist und aussetzt, wenn sie nicht benötigt wird. Komponiert wurden die Songs von Clint Eastwood, der für die Interpretation des Filmsongs "Grace is Gone" für einen Satellite Award 2007 nominiert wurde.
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