Hannah Montana & Miley Cyrus: Best Of Both Worlds Concert In Disney Digital 3D - 2008 | FILMREPORTER.de
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Hannah Montana & Miley Cyrus: Best Of Both Worlds Concert In Disney Digital 3D

OriginaltitelHannah Montana/Miley Cyrus: Best of Both Worlds Concert Tour
Land & Jahr USA 2008
FSK & Länge ab 0 Jahren • 77 min.
KinoDeutschland
AnbieterThe Walt Disney Company (Germany)
Kinostart10.04.2008
RegieBruce Hendricks
DarstellerMiley Cyrus, Joe Jonas, Kevin Jonas, Nick Jonas
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Konzertfilm um einen Teenie-Popstar in 3-D

Hannah Montana ist der Star der gleichnamigen Disney Show. In dieser spielt Miley Cyrus einen 14-jährigen Teenager, der ein Doppelleben als Sängerin führt. Die brave Schülerin vom Vormittag verwandelt sich mittels Perücke und Sonnenbrille am Abend zur Bühnenattraktion. Inzwischen ist Miley Cyrus tatsächlich ein gefeierter Popstar. Die Teenager jubeln ihr zu, die Konzerthallen sind ausverkauft. Der Kinofilm "Hannah Montana & Miley Cyrus: Best of Both Worlds Concert Tour" zeigt einen Konzertmitschnitt. Dafür wurde die modernste digitale 3D-Technik genutzt, um das Konzerterlebnis auch für die Fans nachvollziehbar zu machen, die keine Karten für die Livekonzerte mehr ergattern konnten.
Hannah Montana heißt ein Kiddy-Idol aus den USA, der leiernde Binnenreim macht von vornherein klar, dass es hier um eingängige Unterhaltung handelt. Wenn das gestylte Püppchen in Glitter auf die Bühne kommt, hat man trotzdem ein Ungutes Gefühl. Hatte Neil Postman doch Recht? Bedeutet das Fernsehen das Ende der Kindheit? Die 15-jährige Miley Cyrus bewegt ihre Hüften nach Shakira-Art, wird von einem Chor von männlichen Modells begleitet und für jeden Auftritt von ihrer Mutter neu gestylt. Die Posen sind gestellt, der Auftritt propagiert eine Heile-Welt-Ideologie in Rosa. Den Zahnspannenträgern im Publikum wird der Nobody-is-Perfect-Song vorgetragen, doch auf der Bühne wäre eine dicke Miley Cyrus undenkbar. Zu den Plattitüden gehört schon der Name des Programms: "Best of Both Worlds". Die beiden Welten, die miteinander verknüpft werden sollen sind zwei Musikrichtungen. Einer mädchenhaften Popmusik fühlt sich der erste Teil des Programms verpflichtet, der zweite macht, was einmal als ein gesellschaftliches Statement verstanden wurde, die Rockmusik zur Farce. Der Kapitalismus assimiliert alles. Der Konzertfilm zeigt Väter, die als Teil einer Werbeaktion in Highheels um Gratis-Tickets für die ausverkaufte Show laufen. Und er zeigt deren Kinder, die weinen, weil ihre Väter das Rennen verloren haben. Das alles wirkt zuweilen wie eine Satire, die Michael Moore nicht besser hätte filmen können. Im großen Stadion geht der Handel mit Emotionen erst richtig los. Bis auf die Leuchtstäbe im Publikum ist alles künstlich, inszeniert. Auch die Dokumentation zieht alle Register. So erzählt die süße 15-Jährige rührselig, dass sie einen ihrer Songs ihrem verstorbenen Großvater widme. Wahrscheinlich merkt sie gar nicht, wie damit auf plumpe Weise versucht wird, den musikalischen Einheitsbrei biographisch mit Sinn aufzuladen. Dabei hat nichts von dem was da auf der Bühne geschieht irgendetwas mit Miley Cyrus zu tun. Es ist alles ein großes Spektakel - in erster Linie ein kommerzielles. Die fein ausstaffierte Kunstfigur appelliert an eine Romantik, die so banal wie verkitscht ist. Hinter der Bühne wird für die Kamera herumgealbert, als ob die Konzertvorbereitungen ein einziger Spaß wären. Oh ja, die Kleine macht das gut. Sie steht auf der Bühne wie die junge Britney Spears vor zehn Jahren. Aber wir wissen ja, was aus der geworden ist. Jeder in einem Alter von über 16 Jahren wird in diesen Film nur aus Gefälligkeit gehen. Aber sie tun sich und ihrem Kind keinen Gefallen, wenn sie es tun.
Hannah Montana & Miley Cyrus: Best Of Both Worlds Concert In Disney Digital 3D

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