Raus aus Åmål - 1998 | FILMREPORTER.de
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Raus aus Åmål

OriginaltitelFucking Åmål
GenreDrama
Land & Jahr Schweden 1998
Kinostart    02.12.1999 (Concorde Filmverleih)
FSK & Länge ab 12 Jahren • 90 min.
RegieLukas Moodysson
DarstellerAlexandra Dahlström, Rebecka Liljeberg, Mathias Rust, Erica Carlson, Stefan Hörberg, Ralph Carlsson
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Seit drei Jahren lebt Agnes (Rebecka Liljeberg) mit ihrer Familie in dem beschaulichen schwedischen Provinznest Åmål. Es gelingt ihr nicht, Freunde zu finden. Meist ist sie allein, hört Musik und schreibt an ihrem Computer Tagebuch. Agnes' heimliche Liebe ist ihre etwas ältere, bildhübsche und bei allen beliebte Schulkameradin Elin (Alexandra Dahlström). Natürlich ahnt diese nichts davon. Elin ist ihrerseits im Dauerstreit mit ihrer Schwester Jessica (Erica Carlson) und versucht aus Langeweile, sich in den linkischen Johan (Mathias Rust) zu verlieben. Agnes' Mutter besteht auf einer Party zum 16. Geburtstag ihrer Tochter. Agnes selbst hat dazu wenig Lust, weiß sie doch nicht, wen sie einladen könnte. Gezwungenermaßen verteilt sie aber trotzdem einige Einladungskarten. Mangels anderer Unterhaltung kommen schließlich Elin und Jessica, als einzige Gäste. Die beiden haben eine Wette abgeschlossen: Elin soll Agnes küssen und bekommt dafür 20 Kronen. Sie tut es wirklich, kränkt damit Agnes und schämt sich selbst so, dass sie danach die halbe Nacht allein mit ihr spazieren geht. Agnes glaubt schon, endlich eine Freundin gefunden zu haben. Doch am nächsten Tag ignoriert Elin sie in der Schule, ruft sie auch nicht an. Zu sehr fürchtet Elin die Reaktionen der anderen. Doch langsam entdeckt auch sie ihre Zuneigung zu Agnes. Beide leiden tagelang, bis Elin sich überwindet und Agnes anspricht. Unglücklicherweise hat sie sich für die Unterredung ausgerechnet die Schultoilette ausgesucht. Bald bildet sich eine johlende Menge, die annimmt, Elin hätte sich mit einem Jungen eingeschlossen. Nun müssen die beiden Mädchen Mut beweisen. Schaffen sie es, vor allen anderen zueinander zu stehen?
"Raus aus Åmål" ist ein sensibles Drama über die Probleme des Erwachsenwerdens in der schwedischen Provinz. Die Jugendlichen lernen aus Zeitschriften, was im Rest der Welt "in" ist, denn kommt ein Trend nach Åmål, ist er woanders schon längst wieder "out". Die Verzweiflung darüber wird durch den englischen Titel vielleicht am besten ausgedrückt: "Fucking Åmål". Regisseur Lukas Moodysson schafft einen einprägsamen, oft überraschenden Film, der die üblichen Pubertäts-Schulgeschichten weit hinter sich lässt. Die glänzenden jugendlichen Schauspieler, allen voran Alexandra Dahlström und Rebecka Liljeberg, verhalfen dem Film zum Erfolg über die Grenzen Schwedens hinaus. So mancher Zuschauer wird sich in "Raus aus Åmål" wieder erkennen und in die eigene unbeschwerte oder problembeladene Jugendzeit zurückversetzt fühlen.

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