ParaNorman 3D - 2012 | FILMREPORTER.de
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ParaNorman 3D

OriginaltitelParaNorman
GenreAnimation/Trickfilm
Land & Jahr USA 2012
Kinostart    23.08.2012 (Universal Pictures International (UPI))
FSK & Länge ab 12 Jahren • 92 min.
RegieChris Butler, Sam Fell
DarstellerKodi Smit-McPhee, David Kunze, Anna Kendrick, Gabrielle Pietermann, Tucker Albrizzi, Andreas Wittmann
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Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenAwardsNewsTrailerGalerieDVDsbewerten

Wenig ambitionierter Stop-Motion-Film in 3D

Norman hat eine ungewöhnliche Begabung: Er kann Geister sehen und hören. Nicht nur seine verstorbene Oma sucht ihn immer wieder heim, der Junge ist unentwegt mit der Anwesenheit von Geistern konfrontiert. Kein Wunder, dass er von seinen Mitmenschen als Sonderling abgestempelt wird. Seine Eltern sehen noch über sein Verhalten hinweg, indem sie dies als vorübergehende Phase betrachten.

Seine Schwester Courtney ist schon weniger nachsichtig mit Norman. Für sie - wie auch für seine Mitschüler - ist er ein seltsamer Freak. Einzig im dicklichen und deshalb ebenso verspotteten Neil findet Norman einen Gleichgesinnten. Als beide auf der Straße Normans Onkel treffen, erfahren sie, dass eine vor Jahrhunderten hingerichtete Hexe vor Sonnenuntergang auferstehen und die Menschen verfluchen wird. Nur Norman kann das Unglück mit seiner Begabung aufhalten.
"ParaNorman" thematisiert routiniert inszeniert due Grenzen gesellschaftlicher Intoleranz und darüber, wie man als Individuum damit umgehen kann. Dabei vertritt der mit Stop Motion animierte Film die nüchterne Erkenntnis, dass die Voreingenommenheit des Menschen aus persönlichen Defiziten herrührt, die in Angst oder Selbstschutz ihre Wurzeln haben. Umso enttäuschender ist, dass die soziale Grundierung der Hauptfigur vor diesem Hintergrund etwas blass geraten ist.

Die Konflikte Normans mit seinen Klassenkameraden und seiner Familie, vor allem mit seiner Schwester, arbeiten sich allenfalls an Klischees ab. Gelungener ist die optische Umsetzung des Milieus. Die Figuren sind keine Individuen, sondern auf das Wesentliche reduzierte Typen, deren Darstellung bis zur Karikatur reicht. Die materielle Wirklichkeit wird von überwiegend schiefen Linien beherrscht, die an die Stilistik des expressionistischen Films erinnert. Überhaupt ist "ParaNorman" voller intertextueller Referenzen. Während der Film einerseits die Regeln des Horror-Genres bedient, ist er andererseits eine genüssliche Parodie auf Genre-Vorbilder wie den Thriller und den Zombie-Film. Nicht zuletzt diese Verspieltheit wie auch die liebevolle Stop-Motion-Animation machen "ParaNorman" trotz seiner erzählerischen Defizite letztlich doch zu einem unterhaltsamen Film. Die 3D-Technik hätte man sich dagegen sparen können, treten doch die typischen Mängel dieses Verfahrens wie der reduzierte Farbkontrast und die mangelnde Leuchtkraft der Bilder besonders deutlich in Erscheinung.
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Norman hat eine Begabung: Er kann Geister sehen. Von seinen Mitmenschen als Sonderling abgestempelt, wird der Junge von der Gemeinschaft ausgeschlossen....  Clip starten
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