Türkisch für Anfänger - 2012 | FILMREPORTER.de
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Türkisch für Anfänger

OriginaltitelTürkisch für Anfänger
AlternativTürkisch für Anfänger - Der Film
GenreKomödie
Land & Jahr USA/Deutschland 2012
Kinostart    15.03.2012 (Constantin Film)
FSK & Länge ab 12 Jahren • 100 min.
RegieBora Dagtekin
DarstellerJosefine Preuß, Elyas M'Barek, Anna Stieblich, Adnan Maral, Pegah Ferydoni, Arnel Taci
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenMeinungenNewsTrailersGalerienDVDsbewerten

Enttäuschender Serienableger von Bora Dagtekin

Lena (Josefine Preuß) ist eine frustrierte 19-Jährige und fühlt sich von ihrer Mutter (Anna Stieblich) ständig terrorisiert. Deren antiautoritäre Erziehung, ihr zu jugendliches Verhalten und Psychotipps gehen ihr gehörig auf die Nerven. Das gilt auch für den gemeinsamen Urlaub in Südostasien, zu der sie von ihrer Mutter gezwungen wird.

Als Lena im Flugzeug neben Türken sitzen muss, droht sie endgültig die Nerven zu verlieren. Denn ihrer Meinung nach sind Türken entweder Sozialschmarotzer oder Terroristen. Als ihr Flieger in der Südsee notwassern muss, ist Lenas persönlicher Super-GAU perfekt: Die 19-jährige strandet mit zwei Türken sowie einem Griechen auf einer einsamen Insel. Da Lena sich für emanzipiert, gebildet und wohlerzogen hält, macht sie sich sofort daran, Cems (Elyas M'Barek), Yagmurs (Pegah Ferydoni) und Costas (Arnel Taci) schlechte Manieren auszutreiben. Diese lassen sich die Fremdenfeindlichkeit der 19-jährigen nicht lange gefallen.
"Türkisch für Anfänger" ist der Kinoableger der bis 2008 produzierten gleichnamigen Fernsehserie. Die von Bora Dagtekin inszenierte Komödie erzählt die Vorgeschichte der ersten Folge. Im Gegensatz zur witzigen und frischen Serie, kann die Komödie jedoch nicht überzeugen. Während die Vorlage durch Natürlichkeit und Charme besticht, wirkt der Ableger künstlich und aufdringlich.

Die sich behutsam entwickelnde Handlung der Serie ist mit unbekannten Melodien passend untermalt. Die Kinoversion kennzeichnen hingegen laute Pop-Songs, die wenig kohärent zur Handlung eingesetzt sind. Da die Lieder alle sehr ähnlich klingen, gehen sie dem Zuschauer schnell auf die Nerven.

Auch bei den Charakteren offenbaren sich eklatante Qualitätsunterschiede zwischen Serie und Film. Der Regisseur versucht, sämtliche interessanten Aspekte der Vorlage in eine Geschichte zu packen. Dies führt zu völlig überspitzten, unglaubwürdigen und unsympathischen Figuren, mit denen man sich nicht identifizieren kann. Vor allem die von Josefine Preuß verkörperte Protagonistin Lena ist ein Ärgernis. Der Zuschauer nimmt die Figur lediglich als pöbelnde, rassistische und besserwisserische Göre wahr. Lenas sensible Seiten sind zu keiner Zeit erkennbar. Dies ist deswegen schade, weil insbesondere die differenziert angelegten Charaktere die Serie zu etwas Besonderem machten. Es wäre deshalb besser gewesen nur die wichtigsten Elemente der Serie in den Film zu übernehmen. Die Figuren hätten so für mögliche Fortsetzungen behutsamer aufgebaut werden können.

Diese Überfrachtung wird auch bei den Dialogen erkennbar. So wird ein Witz nach dem anderen rausgehauen, ohne dass diese sich erkennbar und sinnvoll in die Handlung integrieren würden. Die eh nur mäßig kreativen Scherze haben deshalb gar nicht erst die Chance, ihre Wirkung beim Zuschauer zu entfalten. Resümierend ist "Türkisch für Anfänger" der missratene Versuch, sämtliche gelungenen Aspekte der Vorlage in einen Kinofilm zu pressen.
Türkisch für Anfänger

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Bewertung
5,5
2,0 (Filmreporter)     
 (2 User)

Meinungen

Etwas übertrieben

Da ich die Serie leider nicht so gut kenne hat mich der Film sehr überrascht. Trotz den vielen Witzen und dem lächerlichen und niveaulosen Rap konnte noch eine halbwegs gute... mehr
21.05.2012 11:00 Uhr - moonlion

Trailer: 

Musikvideo zu "Türkisch für Anfänger"

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