Små ulykker - Kleine Missgeschicke - 2001 | FILMREPORTER.de
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Små ulykker - Kleine Missgeschicke

Medium: KINO_CH
OriginaltitelSmå ulykker
Untertitelkönnen die Welt verändern
GenreDrama, Komödie
Land & Jahr Dänemark 2001
Kinostart    19.09.2002 (Frenetic Films)
FSK & Länge 109 min.
RegieAnnette K. Olesen
DarstellerPetrine Agger, Jesper Christensen, Jannie Faurschou, Jørgen Kiil, Tina Gylling Mortensen, Karen-Lise Mynster
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Mutters (Vigga Bro) Tod stürzt die Familie in den Ausnahmezustand. Während der gesundheitlich stark angeschlagene Ehemann John Jørgen Kill mit Späßen und Urlaubsplänen scheinbar ungerührt die traurige Nachricht aufnimmt, ist Nesthäkchen Marianne (Maria Würgler Rich) am Boden zerstört. Tom und Bruder Søren kämpfen mit ihrem Privatleben, der Tod ihrer Mutter macht das Leben auch nicht leichter. Ihre älteste Schwester und das schwarze Schaf der Familie Eva (Jannie Faurschou) ist gerade zurück in ihre Geburtsstadt Kopenhagen gezogen. Sie will malen lernen, ihre künstlerische Ader weiterentwickeln. Das will nicht so recht gelingen - stattdessen ist sie von dem innigen Verhältnis zwischen Eva und Vater John irritiert und spricht dies in der Familie schließlich auch laut aus. Haben Eva und John ein inzestuöses Verhältnis?
Annette K. Olesen hat sich für ihr Debüt die Improvisationstechnik von Mike Leigh zum Vorbild genommen. Die Schauspieler stellen Ihnen bekannte Personen vor und im Team werden die Rollen und ihre Besetzung ermittelt. Das Resultat überzeugt: die Zuschauer werden einer höchst fragilen Komödie ausgesetzt, die zu jedem Zeitpunkt am Abgrund zur Tragödie steht. Der Versuch mit den Schauspielern gleichberichtigt zu arbeiten hat sich ausgezahlt. So spielt Maria Würgler Rich ihre Rolle, die etwas zurückgebliebene Marianne, einer Figur bei der man nicht genau weiß, ob sie geistig ein wenig behindert, extrem introvertiert oder ein verletztes Pflänzchen ist. Dies führt zu einer ganz anderen Spannung, einer Spannung die zu einer tieferen Beschäftigung mit den Charakteren führt, als dies im Kino sonst möglich ist. Die Schwierigkeit sich mit etwas zweifelhaften Familienmitgliedern, etwa dem des Inzest verdächtigten Vaters John zu identifizieren, ebenfalls sehr souverän dargestellt von Jørgen Kiil, wird dem Zuschauer durch keine Wendung erleichtert. "Kleine Missgeschicke" ist ein weiterer Beweiß, dass der skandinavische Film die Aufmerksamkeit durch Dogma verdient hat. Komik ohne Oberflächlichkeit, Tiefe ohne abgehobene Intellektualität, und ist ein Gewinn für das europäische Kino.

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7,0 (Filmreporter)     
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