What Time Is It There? - 2001 | FILMREPORTER.de
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What Time Is It There?

OriginaltitelNi neibian jidian
GenreDrama
Land & Jahr Frankreich/Taiwan 2001
Kinostart    12.06.2003 (Pegasos Film)
FSK & Länge ab 12 Jahren • 116 min.
RegieTsai Ming-liang
DarstellerKang-sheng Lee, Shiang-chyi Chen, Yi-Ching Lu, Tien Miao, Cecilia Yip, Chao-jung Chen
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Shiang-Chyi (Shiang-chyi Chen) bereitet einen längeren Aufenthalt in Paris vor. Als sie auf den Straßen Taipehs auf den fahrenden Händler Hsiao Kang (Kang-sheng Lee) trifft, hat das nachhaltige Auswirkungen auf dessen Leben. Shiang-Chyi sucht nach einer Uhr mit zwei Zeitzonen und ausgerechnet die Uhr an Hsiao Kang hat es ihr besonders angetan. Nach einigem Wiederstand verkauft Hsiao der Studentin seine Uhr. Zu Hause hat es der Kleinhändler nicht einfach. Seit dem Tod des Vaters hat sich seine Mutter (Yi-Ching Lu) ganz der Religion verschrieben, als könnte der Glauben ihr den Verlust ersetzen oder gar den Verstorbenen zurückbringen. Selbst in einer Kakalake vermutet sie die Wiedergeburt des Gatten. Das Denken des genervten Sohnes wandert immer häufiger zu der kurzen Begegnung mit Shiang-Chyi und wird zu einer wahren Obsession. Er beginnt alle Uhren auf Pariser Zeit umzustellen, selbst die in öffentlichen Gebäuden. Auch eine Hochhausuhr manipuliert er in Harold-Lloyd-Manier. französische Produkte und Filme wie François Truffauts "Sie küssten und sie schlugen ihn") gehören alsbald fest zu seinem Alltag. Doch die Verbindung ist keine Einseitige: währen in Taiwans Hauptstadt immer mehr Uhren nach dem Pariser Takt ticken, erlebt Shiang-Chyi in Frankreich ganz ähnliche Dinge wie der Uhrenverkäufer. Hsiao Kang betrinkt sich in Taipeh, worauf sich Shinag-Chyi in Paris übergibt. Während er sich die Nacht mit François Truffauts Filmen verkürzt, entdeckt die Studentin dessen Alter Ego und Hauptdarsteller seiner meisten Filme Jean-Pierre Léaud auf einem Friedhof.
Der Malaie Ming-liang Tsai lebt seit 1977 in Taiwan wo er zunächst Theater und Film studiert. Nach Engagements am Theater und dem Fernsehen wechselt er 1992 zum Film. Bereits sein zweiter Film "Vive l'amour" wird in Venedig dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. In den folgenden Jahren folgt ein Berliner Bär und die Einladung nach Cannes. Als exponierter Vertreter von Taiwans "Nouvelle Vague" thematisieren seine Filme Entfremdung, Einsamkeit, Liebe, Verlust, Gleichgültigkeit und Tot. Kein Wunder, dass er nicht nur François Truffaut seinen Tribut zollt, sondern auch dessen bevorzugten Hauptdarsteller Jean-Pierre Léaud zu einem Gastauftritt bat. Reduzierte Dialoge, die Konzentration auf die Figuren, der Verzicht auf Effekte und viel Zeit verlangen vom Zuschauer viel Sitzfleisch und Sinn für anspruchsvollem, sperrige Stoffe.

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