Dinky Sinky - 2016 | FILMREPORTER.de
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Dinky Sinky

OriginaltitelDinky Sinky
GenreKomödie, Romanze
Land & Jahr Deutschland 2016
Kinostart    08.02.2018 (Zorro Film)
FSK & Länge 94 min.
RegieMareille Klein
DarstellerKatrin Röver, Ulrike Willenbacher, Michael Wittenborn, Till Firit, Marc Benjamin, Alexander Beyer
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Lebensnahe Frauenporträt von Mareille Klein

Sex ist bei Frida (Katrin Röver) schon lange kein Ausdruck von Liebe und Begehren mehr. Komplizierte Tabellen und Fieberthermometer diktieren den Zeitplan. Zu jedem Eisprung muss Freund Tobias (Till Firit) pünktlich auf der Matte stehen, was ihn zunehmend nervt. Die 36-jährige wünscht sich ein Kind, sie hört ihre biologische Uhr lautstark ticken, doch alle Versuche schwanger zu werden waren bislang vergebens. Das Paar denkt bereits über eine künstliche Befruchtung nach.

Während Frida Heiratspläne schmiedet, um Tobias fester an sich zu binden, hat der die Schnauze von Sex nach Plan voll und zieht einen Schlussstrich unter die stressige Beziehung. Mit seinem lang gereiften Entschluss wirbelt er Fridas Lebensplanung gehörig durcheinander.

An gebrochenem Herzen wird sie nicht sterben, das macht "Dinky Sinky" schnell klar. Doch das Kind als Krone der Zweisamkeit neben der erfolgreichen Karriere rückt in weite Ferne. Während Frida Partnerbörsen durchforstet und verzweifelt auf der Suche nach einem neuen Partner und potentiellen Papa ist, scheinen alle Freunde längst unter der Haube und haben sich den Nachwuchswunsch erfüllt. Diese Erfahrung verstärkt ihren Frust über die ungewollte Einsamkeit.

Frida fühlt sich das erste Mal seit Jahrzehnten alleine und isoliert. Sie muss zunächst sich selbst und ihre Vorstellungen vom Glück in Frage stellen, um aus der Fremdbestimmung durch die modernen Konventionen und dem modernen Familienbild der Doppelverdiener mit Kind hinter sich lassen, um ihren ganz persönlichen Weg für ihr Happy End zu finden.
"Double Income no kids yet" oder "Single Income no kids yet"? Doppelverdiener oder Single mit Kinderwunsch, verbirgt sich hinter dem unkonventionellen Titel des Films der Debütantin Mareille Klein, die auf dem Münchner Filmfest 2016 für das beste Drehbuch ausgezeichnet wurde.

Auch als Regisseurin beweist sie Talent. Sie führt Katrin Röver zu einer beeindruckenden Performance. Die 1981 in Halle/Saale geborene, an der Berliner Schauspielschule Ernst Busch ausgebildete und seit fünf Jahren am Münchner Residenztheater verpflichtete Schauspielerin prägt mit ihrem präzisen, unprätentiösen Spiel das lebensnahe Frauenporträt der Absolventin der HFF München. Es spiegelt ein Lebensgefühl wieder, in dem sich viele Paare und Singles zwischen 30 und 40 wiederfinden.
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