Die Vierhändige - 2017 | FILMREPORTER.de
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Die Vierhändige

OriginaltitelDie Vierhändige
GenreThriller
Land & Jahr Deutschland 2017
Kinostart    30.11.2017 (Camino Filmverleih)
FSK & Länge ab 16 Jahren • 94 min.
RegieOliver Kienle
DarstellerFrida-Lovisa Hamann, Friederike Becht, Christoph Letkowski, Agnieszka Guzikowska, Detlef Bothe, Verena Konietschke
Homepage http://www.dievierhaendige-film.de
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Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenTrailerGaleriebewerten

Psychologisch gut durchdachter deutscher Thriller

Die Idylle in der noblen Villa könnte perfekt sein, doch der Zuschauer ahnt angesichts der Kamerafahrt durch finstere Fabrikanlagen in unmittelbarer Nachbarschaft schon das Grauen. Zwei Mädchen sitzen am Klavier und spielen vierhändig. Es klingelt, in letzter Minute flüchten die beiden vor den ungebetenen Gästen unter das Bett. Mit angsterfüllten Blicken werden sie Zeugen des jetzt folgenden Verbrechens, das ihr Schicksal fortan prägen wird. Die beiden Schwestern, die gerade noch einträchtig am Flügel saßen, kauern mit angsterfüllten Blicken unter dem Bett. Ohnmächtig müssen sie mit ansehen, wie Einbrecher ihre Eltern niedermetzeln.

Fortan sind sie unzertrennlich. Sie werde immer auf sie aufpassen, hatte die temperamentvolle Jessica (Friederike Becht) ihrer jüngeren, introvertierten Schwester Sophie (Frida-Lovisa Hamann) versprochen. Aus dem Schwur wird Manie. Jessica kontrolliert jeden Schritt von Sophie und schränkt ihrem Weg in die Selbständigkeit ein.

Die Entscheidung zeichnet sich ab, als Sophie die Aufnahmeprüfung für das Konservatorium ablegen soll. Das Auto der Schwestern verunglückt, nur Sophie überlebt. Endlich fühlt sie sich frei. Doch bald wird sie von Alpträumen geplagt, in denen ihre Schwester mit ihr spricht. Als dann noch Jessicas Stimme auf dem Anrufbeantworter neue Anweisungen gibt, zweifelt Sophie an ihrem Verstand.
Nichts schweißt so zusammen wie ein gemeinsames Erlebnis. Je stärker das Erlebnis, desto größer der Zusammenhalt. Dieses uralte Motiv der Kunst nutzt das deutsche Regietalent Oliver Kienle für einen unter die Haut gehenden Psychokrimi, der auf den Spuren von "Dr. Jekyll and Mr. Hyde" wandelt.

Kienle überzeugt zuvor als "Tatort"-Regisseur und Autor des Jugenddramas "Bis aufs Blut - Brüder auf Bewährung". Beide Themen nimmt er für diesen Thriller um die psychischen Folgen nach der Beobachtung eines schrecklichen Verbrechens auf, der auf dem Filmfest München 2017 recht positiv aufgenommen wird.

Kienles Film lässt die Herzen der Genrefans höher schlagen. Er bedient und spielt mit dessen Konventionen, er setzt überlegt Schock- und Horrormomente ein. Nicht zuletzt beweist er ein Händchen bei der Schaffung mysteriöser Situationen und überrascht bis zum Ende mit unerwarteten Wendungen.
Die Vierhändige

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Die Vierhändige: Der Teasertrailer

"Die Vierhändige" ist ein Psycho-Thriller über zwei Schwestern und die Balance des Glücks. Hier ist ein erste Teasertrailer.  Clip starten
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Psychologisch gut durchdachter und handwerklich solide mit einigen Schockeinlagen inszenierter Thriller. mehr
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