Liegen lernen - 2003 | FILMREPORTER.de
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Liegen lernen

OriginaltitelLiegen lernen
GenreKomödie
Land & Jahr Deutschland 2003
Kinostart    04.09.2003 (X Verleih)
FSK & Länge ab 12 Jahren • 94 min.
RegieHendrik Handloegten
DarstellerFabian Busch, Susanne Bormann, Birgit Minichmayr, Fritzi Haberlandt, Sophie Rois, Florian Lukas
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Gefühlsgehemmte und beziehungsgeschädigte Männer

Helmut (Fabian Busch) ist 32 Jahre alt. Seine Freundin Tina (Birgit Minichmayr) ist schwanger. Er liebt sie. Die Welt könnte also in Ordnung sein, und der Rest seines Lebens könnte beginnen. Tatsächlich ist Helmut aber gefühlsgehemmt, bindungsunfähig und feige. Und all das, weil ihm damals, Anfang der 80er Jahre, die bezaubernde Britta (Susanne Bormann) in der Schule über den Weg lief und ihm den Kopf für immer verdrehte. Am möglichen Wendepunkt seines Lebens angelangt, lässt Helmut seine bisherigen Beziehungskisten Revue passieren und stellt fest, dass ihm seine erste große Liebe, die engagierte Schülersprecherin Britta, doch nie aus dem Kopf gegangen ist. Vielleicht, weil Britta die Frau seines Lebens war, oder vielleicht auch nur, weil die Beziehung abrupt endete und Helmut sie im Nachhinein idealisiert. Damals war er 16 Jahre alt, Helmut Kohl wurde gerade Bundeskanzler, und Deutschland war noch ein geteiltes Land. Natürlich hatte er hinterher weitere Beziehungen, doch die schienen allesamt von Anfang an zum Scheitern verurteilt.
Mit viel Witz, Gespür für die Zeit und die Schauplätze, vor allem aber mit viel Ehrlichkeit erzählt Regisseur und Drehbuchautor Hendrik Handloegten von den Schwierigkeiten der Männer, ihre erste Liebe zu vergessen. Die seltsam passive Rolle des Helmut, der naiv und planlos durchs Leben schreitet und irgendwie doch nicht vorankommt, ist Hauptdarsteller Fabian Busch geradezu auf den Leib geschrieben. Der läuft, umgeben von einem Reigen überzeugender Schauspielerinnen, zu Höchstform auf und schafft es, den nicht gerade heldenhaften Helmut zur Identifikationsfigur für die (männlichen) Zuschauer zu erheben. Handloegten versteift sich in "Liegen lernen" wohltuender Weise nicht darauf, die 80er Jahre durch den Kakao zu ziehen. Allenfalls lässt er die historischen Ereignisse wie den Mauerfall und Kohls Regierungszeit im Hintergrund als Zeitdokumente mitlaufen. Das bewahrt den Film davor, zu einer deutschen Version der 80er-Jahre-Komödie "Eine Hochzeit zum Verlieben" zu verkommen, in der die Dialoge offenbar nur dazu dienten, eine Atempause zwischen zwei Eighties-Pophits zu bieten. Auch ohne Klamauk, Soundtrack-Dauerbeschallung und 80er-Jahre-Parodie ist "Liegen lernen" ein unterhaltsamer und kurzweiliger Film, der aber lebensnah und einfühlsam bleibt und seine Figuren ebenso wie die Zuschauer ernst nimmt.
Liegen lernen

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