Fiasko - 2000 | FILMREPORTER.de
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Fiasko

OriginaltitelFíaskó
GenreKomödie
Land & Jahr Island/Deutschland/Dänemark 2000
Kinostart    20.11.2003 (Atlas Film)
FSK & Länge 92 min.
RegieRagnar Bragason
DarstellerSilja Hauksdóttir, Margrét Ákadóttir, Róbert Arnfinnsson, Björn Jörundur Fridbjörnsson, Ólafur Darri Ólafsson, Eggert Thorleifsson
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Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenDVDsbewerten

Der unwirtliche Februar ist in der isländischen Hauptstadt Reykjavík kein Zuckerschlecken. Das gilt auch für diesem Morgen. Großvater Karl Bardal (Róbert Arnfinnsson) kommt einfach nicht von der Toilette, er sitzt in voller Montur im Bad, obwohl auch die restliche Familie ihren elementaren Bedürfnissen nachkommen will. Enkelin Júlia (Silja Hauksdóttir) verabschiedet sich gerade von ihrem Lover Gulli (Ólafur Darri Ólafsson), nicht ohne sich Notizen zu machen, schließlich könnte mit dem nächsten Date, Liebhaber Nr. 2, Hilmar (Björn Jörundur Fridbjörnsson) etwas durcheinander bringen. Währenddessen hört Karls Tochter Steingerdur (Margrét Ákadóttir) beim Frühstück machen im Radio die Geschichte vom Gewinner des Lotto-Jackpots, der sich noch nicht gemeldet hat, Sie fragt sich erneut, wo ihr Lottoschein abgeblieben sein könnte. Doch es ist Karl, der aus dem Geldbeutel seiner Tochter Geld stibitzt und dabei unwissend auch den möglicherweise wertvollen Schein einsteckt!

Beim Versuch sein eingeeiste Auto zu öffnen, verletzt sich der Rentner. Mit einer blutenden Lippe begibt er sich ins Krankenhaus. Hier begegnet ihm Helga (Kristbjörk Kjeld), eine alte Dame, die wegen der Halsschmerzen ihres Hündchen gekommen ist. Karl verliebt sich sofort in die mondäne Erscheinung. Diese gibt sich als berühmte Schauspielerin aus, und nimmt den alten Schwerenöter mit zu sich nach Hause. Die Nacht verbringen sie zusammen. Am kommenden Morgen beschließt Karl - des Lottoscheins immer noch nicht gewahr geworden - eine Bank auszurauben um seinem chronischen Geldmangel endgültig ein Ende zu machen. Ein Fiasko jagt das nächste - das gilt auch für die anderen Mitglieder der Familie Bardal.
Ragnar Bragason sieht in "Fíaskó" trotz des Unglücks der Protagonisten in erster Linie eine Komödie. Unter der Oberfläche findet man jedoch, so der Regisseur, "ein vor angespannter Atmosphäre brodelndes Drama". Bragasons Filmdebüt verknüpft drei Generationen Beziehungschaos mit der isländischen Winterwelt zu einer schwarzen Komödie mit genau jenem Schuss Melancholie, für die Island und seine Filme längst auch bei uns bekannt sind. Regiekollege Fridrik Thór Fridriksson, der sich mit Filmen wie "Engel des Universums" auch bei deutschen Arthausfans einen Namen gemacht hat, ist einer der Produzenten des in deutsch-dänischer Koproduktion entstandenem isländischem Filmexports.

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