Ladykillers (2004)
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Ladykillers (2004)

Ladykillers

Originaltitel
The Ladykillers
Genre
Komödie, Krimi
Land /Jahr
USA 2004
 
115 min
Medium
Kinofilm
Kinostart
29.07.2004 ( Kino Deutschland | Kino Schweiz ) bei 20th Century Switzerland
Regie
Darsteller
Links
IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
7,0 (Filmreporter)
6,6 (7 User)
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenMeinungNewsTrailerGalerienInterviewsFeatureDVDs
Schwarzhumoriges Komödien-Remake der Coen-Brüder
Professor Godthwait Higginson Dorr der Dritte (Tom Hanks) ist ein merkwürdiger und ziemlich exzentrischer Schwindler ohne Gleichen. Dorr mietet sich im Haus der alten Marva Munson (Irma P. Hall) im tiefsten Süden der USA ein, in deren Keller er sich angeblich mit Freunden zum Kammermusik-Abend treffen will. In Wirklichkeit hat er dort aber etwas völlig Anderes vor. Der professionelle Gauner will vom Keller aus einen Tunnel bis zum Geldtresor eines nahe gelegenen Kasinos graben und sich dann mit den Moneten aus dem Staub machen.

Seine Musikantenfreunde sind in Wahrheit Kleinkriminelle, die Dorr mehr oder minder auf der Straße aufgegabelt hat: Gawaian (Marlon Wayans) hat einen Job als Putzkraft im Kasino angenommen und soll dort auf die Tunnelgräber warten. Garth Pancake (J.K. Simmons) ist der Pyrotechniker im Team, er soll die Wand zum Geldtresor sprengen. Jungspund Lump Hudson (Ryan Hurst) soll den Tunnel graben - und dann ist da noch ein äußerst wortkarger asiatischer General, von dem nicht ganz klar ist, wofür er zuständig ist. Als die alte Lady merkt, dass ihr Untermieter Dreck am Stecken hat, wollen die Gauner sie beseitigen - doch die Dame erweist sich als äußerst widerstandsfähig und gewitzt. Sind die Gauner wirklich ruchlos genug, ihren blutigen Plan durchzuführen?
"Ladykillers" ist ein freies Remake des gleichnamigen 50er-Jahre-Klassikers mit Sir Alec Guinness. Eigentlich wollten Joel und Ethan Coen ja nur das Drehbuch für Barry Sonnenfeld ("Men in Black") schreiben, der die rabenschwarze Komödie ursprünglich inszenieren sollte. Als Sonnenfeld absagte, übernahmen die Coen-Brüder kurzerhand selbst den Job. Die Entscheidung, die Handlung nach Mississippi zu verlegen, sorgt streckenweise für jene wunderbare Südstaaten-Atmosphäre, die schon "O Brother, Where Art Thou?" auszeichnete. Doch irgendwie fehlt dem Film der letzte Pep. Obwohl die Story in einen turbulenten und höchst unterhaltsamen Pay-Off mündet, ist das Vorgeplänkel etwas zu behäbig inszeniert.

Vielleicht liegt es aber auch an Tom Hanks, der wie in seinen frühen Filmen auch, streckenweise etwas steif wirkt. Ohnehin schreit die Figur des Professor Godthwait Higginson Dorr geradezu danach, von George Clooney gespielt zu werden. Dass der den "Ladykillers" wahrscheinlich den nötigen Biss verpasst hätte, wird kaum jemand bezweifeln, der ihn in "Ein (un)möglicher Härtefall" gesehen hat - dem vorletzten und ungleich gelungeneren Film der Coen-Brüder. Am besten ist "Ladykillers" immer dann, wenn Irma P. Hall als streng gläubige Black Mamma ihre Gäste für deren unsittliche Umgangsformen tadelt und sich über die heutige "HippidiHop"-Musik aufregt. Für ihre wunderbare Performance wurde sie bei den Filmfestspielen in Cannes mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet. Vor allem Jurypräsident Quentin Tarantino soll an ihrer Figur einen Narren gefressen haben.
Frank Geissler, Filmreporter.de
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2021