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Brothers Grimm

Lerne das Fürchten

Originaltitel
The Brothers Grimm
Genre
Komödie, Abenteuer, Fantasy
 
Tschechische Republik/USA 2005
 
118 min, ab 12 Jahren (fsk)
Medium
Kinofilm
 
 
Kinostart
06.10.2005 ( D | CH ) bei Concorde Filmverleih
 
 
Regie
Darsteller
Links
|0  katastrophal
brilliant  10|
6,7 (7 User)
4,0 (Filmreporter)
Brothers Grimm (Kino) 2006
Concorde Film
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenAwardsMeinungenNewsTrailersGalerieInterviewDVDsbewerten

Es waren einmal zwei ungleiche Brüder im Napoleonisch besetzten Deutschland. Wilhelm ist ein trockener Realist (Matt Damon), Jakob ein poetischer Träumer (Heath Ledger). Sie begeben sich auf die Reise in kleine Dörfer, wo sie die Geschichten der abergläubischen Bewohner sammelten. Dieses Wissen nutzen die zwei cleveren Brüder, um ihren Verdienst zu sichern. Sie kreierten selbst einen Spuk, um ihn danach für viel Geld zu bannen. Sie hätten glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende so weitermachen können. Doch ein französischer Stadthalter (Jonathan Pryce) kommt den Schwindlern auf die Spur. Er läst sie festnehmen und stellt sie vor die Wahl: Folter oder Hilfe beim Aufdecken mysteriöser Ereignisse im kleinen Städtchen Marbaden. Da die Brüder sich nicht wirklich mit Zauber auskennnen, stehen sie vor einem echten Problem. Zwar finden sie in der schönen Angelika (Lena Headey) eine wertvolle Hilfe, nur kann auch sie die Stadt nicht von dem Zauber befreien. Also begeben sich die Scharlatane auf die Suche nach des Rätsels Lösung. Doch märchenhafte Mächte sind schwer zu kontrollieren.


Terry Gilliam hat mit "Brazil" oder auch "König der Fischer" bewiesen, dass er Filmstoffe skurril, humorvoll, intelligent und phantasievoll umsetzen kann. In Ansätzen ist das auch in "Brothers Grimm" zu sehen, etwa der opulenten Bildersprache oder der netten Idee, die Märchen der Brüder Grimm mit deren Leben zu verschmelzen und sie selbst zu Opfern ihrer Schwindeleien zu machen. Doch leider hat der Film auch einige Schwächen. So arten die Märchenquerverweise zu bloßen Aneinanderreihungen bekannter Märchenmotive aus, ohne sie subtil in die Geschichte zu integrieren. Das muss man Drehbuchautor Ehren Kruger ankreiden. Außerdem sind die Charaktere nicht besonders ausgefeilt und verkommen streckenweise zu bloßen Pausenclowns. Matt Damon bleibt in der Rolle des realistischen Will zu blass, während Heath Ledger als kauziger und verträumter Jake eher überzeugen kann. Auch wenn "Brothers Grimm" nicht an frühere virtuosere Werke des Gilliams heranreicht, macht er dennoch streckenweise richtig Spaß. Man sollte sich allerdings auf diese märchenhaft-skurril-komisch-fantastische Reise in das besetzte Deutschland des Jahres 1796 einlassen wollen und das Ganze nicht allzu ernst nehmen.
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