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Lady Henderson präsentiert

Originaltitel
Mrs Henderson Presents
Genre
Komödie, Drama
 
Großbritannien 2005
 
103 min, ab 6 Jahren (fsk)
Medium
Kinofilm
 
 
Kinostart
22.06.2006 ( D ) bei Buena Vista International (Germany)
 
 
Regie
Stephen Frears
Darsteller
Natalia Tena, Richard Syms, Melody Squire, Sarah Solemani, Doraly Rosen, Camille O'Sullivan
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IMDB
|0  katastrophal
brilliant  10|
8,0 (1 User)
5,0 (Filmreporter)
Lady Henderson präsentiert (Kino)Buena Vista
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Tragikkomödie einer kuriosen, wahren Geschichte

London 1937. Schon bei der Beerdigung ihres Gatten ist Lady Laura Henderson (Judi Dench) vom Witwendasein gelangweilt. Ständig muss sie irgendwelche Leute anlächeln. In Indien musste sie nie lächeln, da konnte sie auf die Leute herabsehen. Ihre Freundin Lady Conway (Thelma Barlow) empfiehlt der agilen Witwe zur Zerstreuung deshalb ein Hobby. Doch schon bald erkennt Lady Henderson, dass weder Sticken noch karitative Arbeit für diesen Zweck taugen. Stattdessen kauft sie sich ein altes Theater. Da sie von der Leitung keine Ahnung hat, engagiert sie Theatermanager Vivian Van Damm (Bob Hoskins). Zwischen den beiden entsteht eine von ständigen Streitereien bestimmte Beziehung. Van Damms Plan ist eine non-stop Vorstellung - und er kann mit dem Konzept einen großen Erfolg verbuchen. Doch schon bald kopieren andere Theater die Idee und die Einnahmen des Widmill Theater sinken erneut unter die Kostenschwelle. So macht Lady Henderson den Vorschlag, nackte Mädchen auftreten zu lassen. Die bedarf jedoch der Erlaubnis von Lord Cromer (Christopher Guest) - und der ist nicht gerade begeistert. Hat er doch gerade mit der unschicklichen Rocklänge in einem anderen Stück zu kämpfen. Zum Glück kann Lady Henderson ihn von der frivolen Idee überzeugen. Die Bühnenschau mit den "lebenden nackten Bildern" ist ein unglaublicher Erfolg. Doch die Bombenangriffe der Deutschen Wehrmacht auf London beenden die glorreiche Epoche schon wieder.


Im Zentrum der Tragikkomödie steht die Geschichte des Windmill Theaters und dessen Betreiberin Lady Laura Henderson. Diese wird von Dame Judi Dench grandios verkörpert. Mit ihr streitet sich Bob Hoskins mit großer Leidenschaft. Stephen Frears bereits 43. Regiearbeit ist zu einer kurzweiligen Tragikkomödie geraten. Sie lässt eine Ahnung der Atmosphäre der Zeit und des Theaters in den Köpfen der Zuschauer entstehen. Dies ist vor allem den wunderbar choreographierten Tanz- und Gesangseinlagen zu verdanken. Die Kostüme sind perfekt. Der englische Pop-Idol Gewinner Will Young leistet eine hervorragende erste Vorstellung. Er sieht aus, als sei er aus den 1930er Jahren entsprungen. Unangenehm ist nur die Erkenntnis, dass nicht allzu viel hängen bleibt. In der Mitte des Films wechselt die Stimmung von einem komödiantischen Musical in ein Drama um. "Mrs Henderson Presents" ist so nichts Halbes und Nichts Ganzes. Kein Antikriegsdrama, aber auch keine Komödie. Es ist schwierig, eine Kernaussage herauszulesen. Auch Lady Hendersons Motivation eine Nacktrevue aufzuführen passt irgendwie nicht zu ihrem Charakter.
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