RETRO News
Film Revue
Ruth Leuwerik als Nonne in "Die Trapp-Familie"
Biographie der singenden Bilderbuch-Familie
Vom Kloster in die Kinderstube
Das bewegte Leben der Maria Augusta Kutschera, die später unter dem Namen ihres Ehemannes Trapp international berühmt wurde, ist wirklich filmreif. 1952 hat die ehemalige Klosternovizin ihre Lebenserinnerungen im Buch "Vom Kloster zum Welterfolg" veröffentlicht. Wolfgang Liebeneiner traut sich nun, die Autobiographie der singenden Vollblutmutter zu verfilmen. Der Heimatfilm erhält den Namen "Die Trapp-Familie". Ruth Leuwerik wird in der Rolle der zunächst weltfremden Nonne und später zupackenden Ehefrau zu sehen sein.
Von  Karolina Zebrowski/Filmreporter.de,  12. März 2015
Film Revue
Ruth Leuwerik kümmert sich liebevoll um ihre Familie
Verzweifelter Vater braucht Hilfe
"Das ist eine meiner bisher schönsten Rollen!" erzählt Ruth Leuwerik gegenüber der Filmrevue vom 21. August 1956 während einer Drehpause. Ihre Begeisterung ist nachvollziehbar: Die Geschichte der Maria Augusta beginnt im Kloster und führt sie in die Familie des verwitweten Baron von Trapp (Hans Holt). Dieser hat mit seinen sieben Kindern aus erster Ehe seine liebe Not und bittet die Äbtissin vom Kloster Nonnberg bei Salzburg um Hilfe.

Diese schickt ihm die blutjunge Novizin Maria, die das 27. Kindermädchen wird. Ihr gelingt das Meisterstück, das alle Vorgängerinnen nicht fertigbrachten: Die Kinder des Barons schließen sie in ihr Herz. Aber nicht nur sie sind begeistert. Auch der Herr Papa entdeckt den Liebreiz der jungen Dame. Diese ist hin und her gerissen zwischen ihrem heiligen Gelübde und ihrem Wunsch, ein Mitglied der Trapp-Familie zu werden. Die Rolle der Maria Augusta ist ein Glücksfall für Leuwerik. Die Entwicklung von der unschuldigen Klosterschülerin zur energischen Ehefrau und Mutter bietet ihr die Möglichkeit, ihr Schauspiel-Talent in allen Nuancen zu präsentieren.
Film Revue
Hans Holt als Baron Trapp
Familienidyll als Exportschlager
"Die Trapp-Familie" basiert auf der wahren Lebensgeschichte des Barons von Trapp und seiner Familie. Als der ehemalige U-Boot-Kommandant im Zuge der Weltwirtschaftskrise 1934 sein ganzes Vermögen verliert, zögert seine zweite Frau Maria Augusta nicht lange und gründet mit ihrer Familie den Kammerchor Trapp. Nur zwei Jahre später gewinnen sie den Volkssängerwettbewerbs der Salzburger Festspiele und verdienen mit Gesangsauftritten ihren Lebensunterhalt.

Kurze Zeit später kommen die Trapps erneut in Bedrängnis: Als treuer Monarchie-Anhänger gerät Baron von Trapp in Konflikt mit den Nazis, nachdem diese 1938 Österreich annektieren. Die Familie muss in die USA fliehen. Dort treten sie unter dem Namen Trapp Family Singers auf und werden nach anfänglichen Schwierigkeiten weltweit berühmt. Die Amerikaner lieben die Großfamilie und ihre österreichischen Heimatlieder. Sie werden das Synonym für eine heile Familienwelt.

Die Liebeneiner-Verfilmung der Trapp-Memoiren erschien 1956 und war in Deutschland äußerst erfolgreich. Der Film spiegelte das Bedürfnis der Bevölkerung wieder, im Kino Geschichten von Mut und Tatendrang sowie ein Happy End zu sehen. 1959 entstand ein Musical mit dem Titel "The Sound of Music". Sechs Jahre später adaptierte 20th Century Fox unter der Regie von Robert Wise die Geschichte für die Kinoleinwand. Die Verfilmung mit Julie Andrews zählt zu einem der größten kommerziellen Kinoerfolge aller Zeiten.
Von  Karolina Zebrowski/Filmreporter.de,  12. März 2015

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