Zarah Leander: Zu neuen Ufern - 1937 | FILMREPORTER.de
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Zarah Leander: Zu neuen Ufern

Medium: Kauf KaufDVD
OriginaltitelZu neuen Ufern
GenreDrama
Land & Jahr Deutschland 1937
Verkaufsstart    25.04.2005 (Universum Film)
FSK & Länge ab 16 Jahren • 103 min.
RegieDouglas Sirk
DarstellerZarah Leander, Willy Birgel, Edwin Jürgensen, Carola Höhn, Viktor Staal, Erich Ziegel
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Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenDVDsbewerten

Die Varietéwelt steht ihr zu Füssen. Die populäre Sängerin Gloria Vane (Zarah Leander) feiert im London des Jahres 1846 große Erfolge. Ihre Liebe zum jungen Sir Albert Finsbury (Willy Birgel) steht jedoch vor einer harten Probe. Um ihren Geliebten in Schutz zu nehmen, gibt sie fälschlicherweise zu, einen Scheck gefälscht zu haben. Wegen ihres falschen Geständnisses wird Gloria zu sieben Jahren Zwangsarbeit in der gefürchteten australischen Strafanstalt Paramatta verurteilt. Dort angekommen, wartet sie vergeblich auf die Hilfe ihres Liebhabers, der inzwischen ebenfalls in Australien lebt. Da in dem neu besiedelten Land chronischer Frauenmangel herrscht, wird den weiblichen Gefangenen angeboten, vorzeitig aus der Haft entlassen zu werden. Dafür müssen sie jedoch an einer "Brautschau" teilnehmen. Gloria lässt sich auf das Angebot ein und lernt auf diesem Weg den gutmütigen Farmer Henry (Viktor Staal) kennen, der sie gerne heiraten würde. Ihre Hoffnung, wieder mit dem Herzensbrecher Albert vereint zu sein, ist jedoch immer noch sehr stark. Obwohl dieser bei der Brautschau nicht den Mut hatte, sich zu ihr zu bekennen entschließt sich Gloria, den liebenswürdigen Henry zu verlassen.
"Zu neuen Ufern" ist der erste UFA-Film von Zarah Leander. Das von Klaus Douglas Sirk inszenierte Melodram feierte 1937 im Berliner Ufa-Palast am Zoo seine Premiere. Die Geschichte einer zutiefst unglücklich verlaufenden Liebe, die trotz großer Leidenschaft kein glückliches Ende zu haben scheint, hat bei der Premiere für viele nasse Taschentücher und verschämte Seufzer gesorgt. Mit der Produktion feierte die damals 30jährige Schwedin ihren Durchbruch und etablierte sich zum größten Star des nationalsozialistischen Kinos. Trotzdem weicht ihre Darstellung der mondänen Variétésängerin Gloria Vane deutlich vom zeitgenössischen Frauenbild ab - auch dem von den Nationalsozialisten propagierten. Zarah Leander entsprach zwar mit ihrer tiefen Alt-Stimme und ihren freizügigen Auftritten den Sehnsüchten der männlichen Betrachter, doch die Darstellung einer Frau, die sich nicht zur Fortpflanzung verpflichtet sah, kontrastierte deutlich mit der Familien- und Frauenpolitik des dritten Reiches.

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Zu neuen Ufern

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