K-19 Showdown in der Tiefe - 2002 | FILMREPORTER.de
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K-19 Showdown in der Tiefe

Medium: Kauf KaufDVD
OriginaltitelK-19 The Widowmaker
GenreKriegsfilm
Land & Jahr USA 2002
Verkaufsstart    29.09.2003 (Universum Film)
FSK & Länge ab 12 Jahren • 132 min.
RegieKathryn Bigelow
DarstellerSam Spruell, Peter Stebbings, Christian Camargo, Roman Podhora, Sam Redford, Steve Nicolson
Links IMDB
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DVD Extras: Laufzeit Bonusmaterial ca. 25 Minuten • Kinotrailer • Making of Featurette

Pathosfreies Spannungskino von Kathryn Bigelow

Die Tragödie um ein russisches Atom-U-Boot ereignete sich 1961 in atlantischen Gewässern. Obwohl das Unglück zahlreiche Todesopfer forderte, wurde es vom Kreml totgeschwiegen. Parallelen zum Kursk-Unglück drängen sich naturgemäß auf. Technische Mängel, unerfahrene Besatzung und der neue, vom Ehrgeiz zerfressene Kommandant (Harrison Ford), der im Clinch mit seinem besonnenen Vize (Liam Neeson) eine fatale Koalition bilden - die Fahrt droht mit der Kernschmelze des atomaren Antriebs zu enden.
Es war ruhig geworden um Kathryn Bigelow, die nach zwei kommerziellen Tauchgängen - der letzte, "Weight of Water", schaffte es nicht einmal in die deutschen Kinos - und einem gescheiterten Projekt von den Studios blitzschnell abgesägt wurde. Mit dem U-Boot-Thriller "K-19", der ein eisern verschwiegenes Kapitel des Kalten Kriegs aufschlägt, wagt sie den Wiedereintritt in Hollywoods Klassengesellschaft. Die haargenaue Chronologie entspinnt in eine dokumentarische Schärfe, die unausweichlich auf einen Reaktorunfall zusteuert. Fernab von der Aufdringlichkeit amerikanischer Primitiv-Dramaturgie schafft es Bigelow meisterlich, die aussichtslose Situation der russischen Crew zu erforschen und kreiert ein pathosfreies Spannungskino.

Seinen erschreckenden Höhepunkt findet dieses in der improvisierten Reparatur des Reaktorlecks findet, bei der die vor der Strahlung ungeschützten Menschen binnen Minuten zu Todeskandidaten verbrannt werden. Diese Szenen gehören zum erschütternsten, was in den letzten Jahren im deutschen Kino zu sehen war. Im letzten Drittel weicht der bis dahin angenehm unspektakuläre, in kalte Farblosigkeit getauchte Thriller von seinem Kurs ab und holt alles nach, was an feierlich-kitschiger Heldenehrung möglich ist. Wie ein hemmungslos gefühlsduseliges Patrioten-Mahnmal erstarrt der bislang so subtile Film in einer theatralischen Pose und gleitet ins Alberne ab. Eigentlich Schade...
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