Scherbentanz - 2002 | FILMREPORTER.de
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Scherbentanz

Medium: Kauf KaufDVD
OriginaltitelScherbentanz
GenreDrama
Land & Jahr Deutschland 2002
Verkaufsstart    15.01.2004 (EuroVideo Medien)
FSK & Länge ab 12 Jahren • 96 min.
RegieChris Kraus
DarstellerJürgen Vogel, Margit Carstensen, Nadja Uhl, Peter Davor, Dietrich Hollinderbäumer, Andrea Sawatzki
Links IMDB
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DVD Extras: Trailer

Der exzentrischen Jesko (Jürgen Vogel), Modedesigner Mitte 30 und Leukämiekrank versucht sich gegen sein Schicksal mit Zynismus, Abwehr gegen Familienkontakte und einem toppmodischen Herrenrock zu wehren. Dennoch folgt er Bruder Ansgars (Peter Davor) Ruf zu einer Familienfeier. Doch in der geräumigen Familienvilla wird er von der Anwesenheit der lange verschollenen Mutter überrascht. Die ist jedoch sehr verwirrt und total verwahrlost. Sie soll Jesco mit einer Knochenmarkspende das Leben retten. Aber die Rettungsaktion reißt viele alte Wunden auf, denn Jesco und Ansgars haben ihre schlimme Kindheit nie verarbeitet.
Drehbuchautor, Schriftsteller und Regisseur Chris Kraus hat seine eigene Vorlage, den Roman "scherbentanz" (ist erst 2002 erschienen), gekonnt verfilmt. Sein Thema ist die Familie in ihrer eher neurotischeren Ausführung. Jürgen Vogel brilliert in der Rolle des krebskranken Modedesigner, der auf das Knochenmark seiner auf den Hund gekommenen Mutter angewiesen ist. Zwar führt er seinen Plot über zu viele Abwege, statt sich auf den dicken und durchaus tragenden roten Faden zu halten, trotzdem vermag sein anrührenden Familiendrama das Herz zu erreichen. Kraus konterkariert gekonnt die Wut und Verzweiflung der Protagonisten mit leisem Humor und unterstützt die Atmosphäre mit überzeugenden Einstellungen und Bildern. Jürgen Vogel brilliert in seiner nicht zu aufdringlichen Darstellung des krebs- und seelenkranken Modedesigners mit dem Faible für Herrenröcke. Beängstigend auch, wie authentisch Margit Carstensen in der Rolle der psychisch und physisch kaputten Ehefrau und Mutter agiert. Chris Kraus der bisher als Schriftsteller und Drehbuchautor (etwa für Rosa von Praunheim, Detlev Buck und Volker Schlöndorff) Erfolge feierte, kann auch mit seinem Spielfilmdebüt brillieren.

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