Fremder Freund - 2003 | FILMREPORTER.de
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Fremder Freund

Medium: Kauf KaufDVD
OriginaltitelFremder Freund
GenreDrama
Land & Jahr Deutschland 2003
Verkaufsstart    20.07.2004 (EuroVideo Medien)
FSK & Länge ab 12 Jahren • 99 min.
RegieElmar Fischer
DarstellerNavid Akhavan, Fatih Alas, Ercan Durmaz, Elmar Fischer, Mavie Hörbiger, Wolfgang Liese
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenNewsGalerieDVDsbewerten
DVD Extras: Audiokommentar von Regisseur und Hauptdarsteller • Interviews • Kino-Trailer • EpiX-Trailer-Show

Elmar Fischers unaufgeregtes Spielfilmdebüt

In einem türkischen Gemüseladen in Berlin lernt Chris (Antonio Wannek) den 22-jährigen Verfahrenstechnik-Studenten Yunes (Navid Akhavan) kennen, der im Jemen geboren wurde. Yunes zieht in Chris' Studentenbude ein und freundet sich schnell mit ihm und seiner Freundin Julia (Mina Tander) an. Doch so gut sich sie sich auch verstehen - immer wieder bemerkt Chris Yunes' fremdländische Eigenschaften und Ansichten.

Dies bekommt auch Yunes Freundin Nora (Mavie Hörbiger) zu spüren, die zwar Yunes' große Liebe zu sein scheint, und doch nie völlig in seine Welt vordringt. Chris wird mit einigen Fragen konfrontiert, als plötzlich die Anschläge des 11. Septembers 2001 die Welt verändern: Wenige Tage zuvor war Yunes spurlos verschwunden. Wo ist er hin? Und hatte er etwa, wie die Terrorzelle in Hamburg, mit den Anschlägen zu tun?
Mit Niedrigst-Budget und in der Rekordzeit von nur einem Jahr von der ersten Planung bis zum fertigen Film hat Regisseur Elmar Fischer diesen beachtlichen Kino-Erstling gestemmt. Der auf DV gedrehte Film hat zwar visuell nicht unbedingt Kinoformat - aber die überzeugenden Schauspieler, Fischers einfühlsame Regiearbeit sowie das clevere Drehbuch, das Fischer gemeinsam mit dem Filmjournalisten Tobias Kniebe geschrieben hat, machen das mit Leichtigkeit wett.

Im Gegensatz zu Max Färberböcks "September", der sich ebenfalls mit den Anschlägen vom 11. September 2001 befasste, aber vor falscher Betroffenheit nur so triefte, bindet Fischer die Terrorakte ungemein geschickt in seinen Film ein, den man eigentlich am besten als Buddy-Movie beschreiben könnte. Fischer verbringt viel Zeit damit, die ersten Gespräche und das gegenseitige Kennenlernen zwischen Chris und Yunes zu thematisieren. "Fremder Freund" ist zwar ein unspektakulärer Film, der sich viel Zeit - bei 106 Minuten Länge manchmal auch zu viel Zeit - fürs Beobachten lässt. Dennoch bietet dieser einfühlsame und intelligente Film ein fesselndes Filmvergnügen. Nicht von ungefähr wurde "Fremder Freund" beim deutschen Nachwuchspreis First Steps Awards 2003 als bester abendfüllender Spielfilm ausgezeichnet.

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