Die Wittelsbacher - 2004 | FILMREPORTER.de
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Die Wittelsbacher

OriginaltitelDie Wittelsbacher
GenreDrama
Land & Jahr Deutschland 2004
Kinostart    10.02.2005 (lupo media)
FSK & Länge 90 min.
RegieBohdan Graczyk, Stephan Hartwig
DarstellerWilfried Labmeier, Laura Juds, Bohdan Graczyk, Vladimir Torbica, Bernd Ebel, Horst Janson
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Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenDVDsbewerten

Der Obdachlose Theo (Wilfried Labmeier) hat unter der Münchner Wittelsbacher Brücke sein Schlafplatz aufgebaut. Er gilt als ungemütlicher Zeitgenosse, hat mit einem normalen, glücklicheren Leben längst abgeschlossen. Trotzdem hat er bei den Pennern Bronek (Bohdan Graczyk), Uwe (Vladimir Torbica) und Werner (Bernd Ebel) so etwas wie eine Ersatzfamilie gefunden. Sie übernachten gemeinsam unter der Brücke. Wie bei einer richtigen Wohngemeinschaft teilen sie sich die kleinen anliegenden Aufgaben. Als eines Tages ein 10-jähriges Mädchen namens Alina (Laura Juds) bei ihnen Unterschlupf sucht, droht das Leben der Obdachlosen aus dem Gleichgewicht zu geraten. Alina stammt aus Bulgarien und spricht kein Deutsch. Sie ist von einem ominösen Kinderpornohändler in München gefangen gehalten worden und konnte nur dank eines glücklichen Zufalls flüchten. Theo kann Kinder eigentlich nicht ausstehen. Trotzdem fühlt er sich genötigt, die Rolle des Ersatzvaters zu übernehmen. Das wird eine schwere Zerreisprobe für alle, erst recht als Alinas Zuhälter einen Finderlohn auf das Mädchen aussetzt.
Wer beim Titel "Die Wittelsbacher" an einer historischen Biographie über die Bayerische Adeldynastie denkt, wird umdisponieren müssen. Das Regie- und Autorenduo Stephan Hartwig und Bohdan Graczyk widmet sich einem anderen, weit unangenehmen Thema. "Die Wittelsbacher" ist ein Drama im pseudodokumentarischen Stil, die Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit. Um ihre Schilderung so authentisch wie möglich wirken zu lassen, haben die Autoren selbst zwei Wochen mit echten Wittelsbacher Bewohner zusammen gelebt. Dank ihrer Eindrucke und der aktiven Hilfe einiger Münchner Obdachlosen ist ihnen ein nüchternes aber authentisches Sozialdrama gelungen. Im Hinblick auf den idealistischen Vorsatz der Low-Budget-Produktion ist darüber hinaus bemerkenswert, dass alle teilnehmenden Schauspieler auf ihre Gagen verzichtet haben.

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