Melinda und Melinda - 2004 | FILMREPORTER.de
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Melinda und Melinda

Medium: KINO_CH
OriginaltitelMelinda and Melinda
AlternativMelinda & Melinda
GenreKomödie
Land & Jahr USA 2004
Kinostart    28.04.2005 (Fox-Warner)
FSK & Länge 99 min.
RegieWoody Allen
DarstellerWill Ferrell, Neil Pepe, Stephanie Roth, Radha Mitchell, Chloë Sevigny, Chiwetel Ejiofor
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Geistreich-unterhaltsame Komödie von Woody Allen

Die Frage nach dem halbvollen oder halbleeren Glas mag alt und abgedroschen klingen, sie ist im Leben jedoch wichtiger als man denkt. Das wird auch den zwei intellektuellen Paaren deutlich, die in einem Restaurant in Manhattan locker über das Leben plaudern. Die Geschichte um das Glas findet auch hier ihre Erwähnung, wird jedoch thematisch etwas abgewandelt: Was ist das Leben, eine Komödie oder eine Tragödie? Um diese Frage zu beantworten spinnen sie zwei Geschichten um eine junge Frau namens Melinda (Radha Mitchell). In beiden Fällen platzt diese unangemeldet in ein Dinner. Die Ausgangsbasis der Geschichten ist die gleiche, die Vergangenheit der jeweiligen Melindas unterscheidet sich jedoch deutlich. Ihr erster Besuch findet vor dem Hintergrund ihrer gerade vollzogenen Trennung von ihrem Ehemann statt. Dass sie darüber nicht sehr glücklich ist, bezeugen die 28 Pillen in ihrem Magen. In der zweiten, komischeren Variante ist die junge Frau eine lebenslustige Neu-New-Yorkerin, die sich gerne auch in neue Beziehungen stürzt. Beide Geschichten nehmen ihren Lauf - bald vermischen sich Tragödie und Komödie.
Dank seiner treffsicheren Dialoge und den überzogen neurotischen Charakteren ist Woody Allen zu dem Fachmann für die Entlarvung des Großstadtmenschen und die Zerbrechlichkeit seines Gefühlslebens geworden. "Melinda und Melinda" bedient sich inhaltlich aus dem bewährten Themenspektrum des gebürtigen New Yorkers. Das kann den Betrachter vielleicht dazu verleiten, Allen mangelnde Risikobereitschaft oder gar Monotonie vorzuwerfen. Unabhängig von der Richtigkeit dieses Vorwurfs ist "Melinda und Melinda" jedoch in erster Linie eine geistreich-unterhaltsame Komödie. Vermutlich liegt das am Flair des Allenschen Manhattan, das er ein weiteres Mal zum Schauplatz von Affären und Scheidungen gemacht hat. Auch die eloquenten Helden, die sympathischer werden, je größer ihre Schwächen sind tragen zu diesem Eindruck bei. Wahrscheinlich liegt es jedoch daran, dass "Melinda und Melinda" ein typischer Woody Allen-Film ist, in dem sich alles um das ganz normale Gefühlschaos dreht und dass der New Yorker Regisseur wie kaum ein anderer weiß, die Suche des modernen Menschen nach Sinn und Glück auf Zelluloid zu bannen.
Melinda und Melinda

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