Patti Smith: Dream of Life - 2008 | FILMREPORTER.de
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Patti Smith: Dream of Life

OriginaltitelPatti Smith: Dream of Life
AlternativUntitled Patti Smith Project (Arbeitstitel)
GenreDokumentarfilm
Land & Jahr USA 2008
FSK & Länge 109 min.
RegieSteven Sebring
DarstellerPatti Smith, Jay Dee Daugherty, Flea, Philip Glass, Lenny Kaye, Sam Shepard
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Annäherung an eine rebellische Musikerin

"Ich wurde in Chicago nach dem Zweiten Weltkrieg geboren. Kurz darauf wurde meine Schwester Linda geboren. 1949 zogen wir nach Philadelphia, wo mein Bruder Tod geboren wurde. 1957 zogen wir ins ländliche Süd-Jersey. Mit 16 suchte ich mir einen Job in einer Fabrik." Patti Smith zählt im Weiteren die Eckdaten ihres Lebens auf. Doch diese Faktensammlung scheint ihre Biographie eher zu ironisieren als zu erklären. In einem lyrischen Exkurs - von ihrer Musik untermalt - bekommt der Zuschauer Familienfotos zu sehen, Bilder aus einer glücklichen oder einer traurigen Vergangenheit. Das Leben ist ein Abenteuer, nach eigenem Entwurf gestaltet, gelenkt durch das Schicksal und eine Reihe glücklicher und unglücklicher Zufälle. Fast poetisch fasst Patti Smith ihre Definition vom Leben zusammen. Erste Station in ihrem Abenteuer Leben ist New York. Hier kann sie sich richtig entfalten. Aus dem Schreibakt entwickelt sich die Lyrik, die Auftritte und der Rock'n'Roll folgen logisch nach.
"Ich bin mit den Hits aufgewachsen, die mir MTV vorgesetzt hat. Aber die Musikwelt hat so viel mehr zu bieten. Darum ist Patti so wichtig. Es ist etwas sehr Raues an ihr, das alle Kunstfertigkeit in den Schatten stellt." Regisseur Steven Sebring macht sich auf die Suche nach der Essenz von Patti Smiths Musik und Wesen. Vor elf Jahren besuchte der Musikfan erstmals ein Konzert der 1970er Jahre Punk- und New-Wave-Ikone Patti Smith. Aus der musikalischen Neugierde entwickelte sich eine Faszination für die Künstlerin. Daraus wiederum entsteht die Idee, einen Experimentalfilm zu drehen. Daraus ist ein intimes Porträt der Sängerin entstanden. Die biografische Erzählung folgt keiner linearen Struktur, vielmehr verweisen Fotos, Gedichte und Interviews scheinbar ziellos auf verschiedene Phasen ihrer Entwicklung. Originell ist, wie der Regisseur seine Protagonistin und Muse von bislang unbekannten Seiten zeigt. Patti Smith selbst vertont die Bilder mit Gedichten und in Erinnerungen schwelgenden Monologen mit rauer Stimme und poetischem Rhythmus. Die unkonventionelle Dokumentation feierte ihre Premiere auf der Berlinale 2008.
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