Coraline - 2009 | FILMREPORTER.de
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Coraline

OriginaltitelCoraline
GenreAnimation/Trickfilm
Land & Jahr USA 2009
Kinostart    13.08.2009 (Universal Pictures International (UPI))
FSK & Länge ab 6 Jahren • 101 min.
RegieHenry Selick
DarstellerDakota Fanning, Teri Hatcher, Jennifer Saunders, Dawn French, Keith David, John Hodgman
Homepage http://www.coraline-film.de
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3D-animiertes Kindergruselmärchen-Abenteuer

Eigentlich wollte Coraline (Dakota Fanning) aus Michigan gar nicht wegziehen, denn hier leben all ihre Freunde. Doch ihre Eltern mussten nach Oregon in die 150 Jahre alte Villa auf dem Hügel ziehen. Ihre Mutter (Teri Hatcher) bastelt an ihrem Garten-Katalog und hat ebenso wenig Zeit für das kratzbürstige, neugierige und abenteuerlustige Mädchen, wie ihr schreibender Vater (John Hodgman).

Also macht sie sich daran, das etwas gruselige alte Haus und seine Umgebung kennen zu lernen. Dabei lernt sie beiden Nachbarinnen kennen, die früher Trapezkünstlerinnen waren und im Untergeschoss leben. Die alten Tanten Miss Spink (Jennifer Saunders) und Miss Forcible (Dawn French) sind nie einer Meinung, auch nicht, als sie Coraline die Zukunft vorhersagen. Befremdlich ist auch der dürre Zirkusartist osteuropäischer Herkunft. Mr. Bobinsky (Ian McShane) trainiert Springmäuse. Zudem trifft Coraline Nachbarsjunge Wybie Lovat (Robert Bailey Jr.), der die ganze Zeit nur Unsinn von sich gibt. Doch dann entdeckt sie eine geheimnisvolle kleine Türe, die sie direkt zu einer spektakuläreren Version ihres eigenen Lebens führt. Doch nach kurzer Zeit merkt sie, dass hier nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Ihre scheinbar perfekten anderen Eltern haben offensichtlich schaurige Pläne mit ihrer eigenen Tochter!
Regisseur Henry Selick gelang mit der filmischen Umsetzung von Neil Gaimans mitreißendem Kinderbuchbestseller "Coraline" ein bildgewaltiges und anspruchvolles Werk. Das schaurig-schöne Stop-Motion-Märchen des "Nightmare before Christmas"-Machers überzeugt und bezaubert auf visueller und erzählerischer Ebene Kinder und Erwachsene. Die 3D-Technik wird hier weniger Effekt-haschend eingesetzt. Statt dass dem Zuschauer ständig Objekte um die Ohren fliegen, verleiht 3D hier dem Geschehen eine plastische Tiefe.

Die computeranimierte expressive Mimik ist in Kombination mit der handgemachten Stop-Motion-Technik beeindruckend. Zugleich wirkt die animierte Mimik weniger hölzern, als die von Puppen. Die Kinnlade des Zuschauers klappt nach unten, wenn er die prächtige wie ungemein detailverliebte Ausstattung bestaunt. Die Opulenz an Eindrücken kann beim ersten Sehen gar nicht wahrgenommen werden. In Coralines Parallel-Welt ist alles noch etwas schöner und strahlender beleuchtet, während in ihrer realen Welt oft Dreck, Risse und Brüche zu sehen sind. Differenziert und unaufdringlich ist auch die intelligente moralische Aussage des Märchens. Der Autor fasst die zeitlose Botschaft folgendermaßen zusammen: "Ich wollte ausdrücken, dass Menschen, die einen lieben, einem nicht immer die volle Aufmerksamkeit geben, die man braucht. Manchmal lieben einen zudem Menschen, die einem viel Aufmerksamkeit geben, nicht immer auf gesunde Weise."

"Coraline" ist eine bedingungslose Liebeserklärung an Puppentheater und Zirkus, nicht ohne gegen Ende fast zu einem actionreichen Horror-Thriller zu werden. Diese Mischung aus "Alice im Wunderland", "Die unendliche Geschichte" und "Terminator" ist großes, bildgewaltiges, mitreißendes Kino, das man sich nicht entgehen lassen sollte.
Coraline

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Coraline

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