The Return - Die Rückkehr - 2003 | FILMREPORTER.de
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The Return - Die Rückkehr

Medium: KINO_CH
OriginaltitelVozvrascenje
AlternativVozvrashcheniye
GenreDrama
Land & Jahr Russland 2003
Kinostart    22.04.2004 (Frenetic Films)
FSK & Länge 110 min.
RegieAndrey Zvyagintsev
DarstellerVladimir Garin, Ivan Dobronravov, Konstantin Lavronenko, Natalya Vdovina, Yelizaveta Aleksandrova, Lazar Dubovik
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Handwerklich und athmosphärisch gelungenes Debüt

Zehn Jahre lang haben sie ihren Vater nicht gesehen, hat er nichts von sich hören lassen. Andrej (Wladimir Garin) und Iwan (Iwan Dobronrawow) waren mit ihrem Leben in einer russischen Provinzstadt eigentlich ganz zufrieden, umsorgt von Mutter und Großmutter waren sie hauptsächlich damit beschäftigt, Kinder zu sein. Angeln, Fußball spielen, kleinere Mutproben - alles Dinge, die halbwüchsige Jungen fast überall auf der Welt tun. Doch dann kommt eines Tages dieser Mann, den die Brüder nur von einem alten, vergilbten Photo her kennen und fordert von ihnen sehr erwachsenes Handeln. Er nimmt sie mit auf eine Reise, die nur ganz zu Anfang wirkliche Erholung für die beiden ist. Bald schon stellt ihr Vater die beiden Brüder vor immer schwierigere Mutproben und verlangt von ihnen Gehorsam ohne Nachfrage.
Andrej Swjaginzew liefert mit "The Return - Die Rückkehr" einen Debütfilm ab, der sowohl handwerklich wie auch von seiner ganzen Atmosphäre her das Werk eines Altmeisters sein könnte. Ruhig gleitet der Film dahin, ohne dass Längen den Zuschauer ermüden würden. Erstaunlich, dass ein erst 39 Jahre alter Regisseur ein Werk vorlegt, dass derart gekonnt mit Bezügen zur Bibel und zu archaischen Mythen spielt. Allerdings hat er auch eine sehr reife Einstellung zu diesen Themen. In einem Interview meinte Swjaginzew, dass sofort alles verdunste, was magisch sein, sobald man über diese Dinge zu schwatzen beginne. So bleiben im Laufe des Filmes viele Geheimnisse ungeklärt. Nicht zuletzt das um das Ziel der Reise, auf die der Vater seine beiden Söhne mitgenommen hatte.

Diese Reise erzählt der Regisseur in ruhigen und - auch wenn das Wort überstrapaziert wird - magischen Bildern. Diese sind dabei nicht im oberflächlichen Sinne schön, denn auch Nordrussland ist in erster Linie eine sehr, sehr arme Gegend, in der die Menschen vor allem damit beschäftigt sind, zu überleben. Die karge Landschaft, die Kameramann Michail Kritschman in geradezu elegischen Bildern eingefangen hat, hinterlässt beim Betrachter einen tiefen Eindruck. Ebenso wie die drei Hauptdarsteller, wobei hier vor allem Iwan Dobronrawow herausragt, der in seiner Mimik kindliche Verletzlichkeit mit jugendlicher Aggressivität virtuos kombiniert. Ein russischer coming-of-age Film sozusagen, aber auch ein Vater-Söhne-Konflikt und eine Reise, die die Reisenden an ein ganz anderes Ziel bringt als zunächst geplant.

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