Piffl Medien
Princesas

Princesas

Originaltitel
Princesas
Regie
Fernando León de Aranoa
Darsteller
Liuva Toledo, Jemmi Paretas, Jesús Noguero, Marco Martinez, Trinidad Iglesias, Alberto Amarilla
Kinostart:
Deutschland, am 04.01.2007 bei Piffl Medien
Kinostart:
Österreich, am 16.03.2007 bei Polyfilm
Kinostart:
Schweiz, am 07.09.2006 bei Xenix Film
Genre
Drama
Land
Spanien
Jahr
2005
FSK
ab 16 Jahren
Länge
113 min.
IMDB
IMDB
Homepage
http://www.princesas-der-film.de/
|0  katastrophal
brilliant  10|
6,0 (Filmreporter)
8,0 (1 User)
Caye (Candela Peña) ist knapp 32 Jahre alt und verdient ihren Unterhalt immer noch auf dem Straßenstrich. Ihre Familie weiß nichts von ihrer Tätigkeiten. In einem heruntergekommenen Friseursalon lästert sie mit ihren Freundinnen über ausländische Huren. Caye glaubt, sie würden ihnen das Geschäft wegschnappen und seltsame Krankheiten einführen. Durch Zufall lernt sie Zulema (Micaela Nevárez) kennen, eine Prostituierte aus der dominikanischen Republik. Auch sie wagt nicht, ihrer Familie die Wahrheit zu sagen. Ihr hart verdientes Geld schickt Zulema nach Hause, wo ihr neunjähriger Sohn lebt. Caye und Zulema freunden sich an und versuchen zumindest einen Teil ihres täglichen Lebens ein normales Leben zu führen. Sie gehen einkaufen, trinken Kaffee, philosophieren über Männer und das Leben. Als sich Caye in den Informatiker Manuel (Luis Callejo) verliebt, wird der Beruf aber zum unüberwindlichen Hindernis. Doch das gemeinsame Schicksal schweißt die Huren zusammen.
Mit seiner sanften Erzählweise harter Schicksale konnte Fernando León de Aranoa bei "Montags in der Sonne" punkten. Wie bei seinem Welterfolg aus dem Jahr 2002 legt der spanische Regisseur auch bei "Princesas" viel Wert auf Dialoge und Einblicke in die Gefühlswelt seiner Protagonistinnen. Es gelingt ihm auch, die Zuschauer für das Schicksal der beiden Prostituierten zu interessieren. Einfühlsam dargestellt ist auch der zarte Versuch des Ausbruchs aus der scheinbar ausweglosen Situation. Die passende Musik dazu stammt von Manu Chao, dessen Titelsong mit einem Goya prämiert wurde. Leider bleibt die Darstellung des Schicksals der beiden Prostituierten zu sehr an der Oberfläche. Fernando León de Aranoa vermeidet es, zu sehr in die wahre Welt der Prostitution einzudringen. Viele Figuren sind zu typisiert konstruiert und klischeehaft. Bei der spanischen Goya-Verleihung 2006 schien dies die Jury nicht zu stören. Candela Peña (Caye) gewann den Preis für die Beste Hauptrolle und Micaela Nevárez (Zulema) für die Beste Nebenrolle.
Andrea Niederfriniger, Filmreporter.de
Galerie: Princesas
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Prinzessinnen und andere Schönheiten
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2022