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Oliver Hirschbiegel, Elser - Er hätte die Welt verändert, Elser - Er hätte die Welt verändern können (Premiere) 2015Gerhard Kassner / Berlinale

Oliver Hirschbiegel

Geboren
29. Dezember 1957
Tätig als
Autor, Darsteller, Regisseur, Drehbuch, Kamera, Musik
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Oliver Hirschbiegel: Filmografie

2017 
4 Blocks
TV-Serie, Krimi - Deutschland
2015 
2013 
Babylon
TV-Serie, Thriller - Frankreich/Irland/Dänemark
2013 
Diana
Biographie - Großbritannien
2011 
Borgia
TV-Serie - Frankreich/Deutschland/Tschechische Republik
2010 
The Experiment
Thriller - USA
2009 
Five Minutes of Heaven
Krimi - Großbritannien
2007 
Invasion
Horror, Science Fiction - USA
2005 
Ein ganz gewöhnlicher Jude
Drama - Deutschland
2004 
2002 
Mein letzter Film
Drama - Deutschland
2001 
Das Experiment
Thriller - Deutschland
1998 
Todfeinde - Die falsche Entscheidung
Thriller, TV-Film - Deutschland

Oliver Hirschbiegel: Vita

Der frühere Waldorfschüler und Küchenjunge Oliver Hirschbiegel studiert Malerei und Grafik bei Sigmar Polke. Später wendet er sich zunehmend der Fotografie, Video- und Filmproduktion zu. Nach diversen Rauminstallationen und Performance-Auftritten feiert er 1986 mit dem Fernsehfilm "Das Go! Projekt" sein Regie-Debüt. Fünf Jahre später sorgt er mit "Mörderische Entscheidung" für frischen Wind in der Deutschen Fernsehlandschaft. Der Thriller erzählt eine Geschichte aus zwei Perspektiven, von denen eine auf dem Ersten, die andere im ZDF ausgestrahlt wird. Der Zuschauer kann zwischen den Kanälen wechseln und damit zwischen den beiden Erzählperspektiven wählen.

Nach einigen weiteren TV-Projekten, darunter "Tatort" und "Kommissar Rex"-Episoden, dreht Hirschbiegel mit "Das Experiment" seinen ersten Kino-Spielfilm. Der Thriller mit Moritz Bleibtreu und Wotan Wilke Möhring in den Hauptrollen wird ein großer Publikumserfolg und beschert dem Regisseur mehrere relevante Preise und verschafft ihm internationale Aufmerksamkeit. Ein großes Thema findet Hirschbiegel mit "Der Untergang - Hitler und das Ende des 3. Reichs". Das Kriegsdrama schildert die letzten Kriegstage aus der Sicht der Naziführung und wird in Deutschland zwiespältig aufgenommen. Hier will man menschelnde Nazigrößen wie Adolf Hitler oder Joseph Goebbels nicht sehen. International wird der Film deutlich positiver rezipiert und mit zahlreichen Preisen bedacht, darunter 2005 eine Oscar-Nominierung in der Kategorie bester nicht-englischsprachiger Film.

Nach "Das Experiment" und "Der Untergang" ist es nur eine Frage der Zeit, bis Hirschbiegel in Hollywood landet. Sein Einstand in der Traumfabrik gibt er mit "Invasion", einem Remake des Horror-Klassikers "Die Dämonischen", hat jedoch künstlerische Differenzen mit den Produzenten. Hirschbiegel darf den Film nicht zu Ende drehen, auf dem Regiestuhl nimmt ein anderer Regisseur Platz. Besser läuft es für Hirschbiegel, wenn er sich als Geschichten-Erzähler frei entfalten kann, etwa in der britisch-irischen Koproduktion "Five Minutes of Heaven". Der mit Liam Neeson in der Hauptrolle erzählten Geschichte einer protestantischen UVF-Miliz in Irland wird vor allem in Großbritannien goutiert. Das Biopic "Diana" über die englische Prinzessin Diana wird für den Regisseur dagegen ein künstlerischer wie finanzieller Reinfall.

Zu seinen Wurzeln kehrt Hirschbiegel mit "Elser - Er hätte die Welt verändert" zurück. Das Attentatsdrama ist nicht nur seine erste deutsche Produktion nach neun Jahren. Mit der Geschichte über den Handwerker Georg Elser, der am 8. November 1939 mit einem Attentat auf Adolf Hitler scheitert, widmet er sich erneut der deutschen Geschichte. Neben großbudgetierten Genre-Projekten hat Hirschbiegel auch eine Vorliebe für kleinformatige Kammerspiel-Dramen. Der ideale Film sei für ihn einer, in dem eine Figur nichts anderes tut, als in die Kamera zu sprechen, so der Regisseur in einem Interview mit Filmreporter.de im Jahr 2015. Dieser Idee kommt Hirschbiegel mit "Ein ganz gewöhnlicher Jude" recht nahe. Darin hält ein Sohn von Holocaust-Überlebenden einen Monolog über sein Leben als Jude im Nachkriegsdeutschland. Hirschbiegel ist verheiratet und zweifacher Vater. Er lebt seit 2012 in London und Hamburg.

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