Element of Crime - 1984 | FILMREPORTER.de
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Element of Crime

OriginaltitelForbrydelsens element
AlternativSpuren des Verbrechens
UntertitelLars von Trier - Europa Trilogie 1
GenreThriller, Drama
Land & Jahr Dänemark 1984
Kinostart    24.05.1985 (RealFiction Film)
FSK & Länge 104 min.
RegieLars von Trier
DarstellerMichael Elphick, Esmond Knight, Me Me Lai, Jerold Wells, Ahmed El Shenawi, Astrid Henning-Jensen
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Inspektor Fisher (Michael Elphick) kehrt von einer Morduntersuchung schwer traumatisiert nach Kairo zurück. Ein Psychiater lässt ihn mittels Hypnose die Vergangenheit Revue passieren. In Europa sollte der Inspektor zusammen mit dem Polizeichef Kramer (Jerold Wells) einen Serienmord aufklären. Fisher bedient sich dabei der Methode seines früheren Lehrers Osbornes (Esmond Knight). Dieser vertritt in seinem Buch "Element of Crime" die These, dass ein Polizist einen Mord nur dann aufklären könne, wenn er sich dabei mit dem Mörder identifiziere - nur dann könne er das Prinzip des Verbrechens entlarven. Auf den Spuren des Verbrechens gerät er mittels dieses Vorgehens immer mehr in den Sog des Täters, bis aus dem Polizisten selbst ein Mörder wird. Dabei irrt Fisher durch eine surreale Welt, die sich in einer apokalyptischen Endzeit befindet, symbolisiert durch Wassermassen und ständige Dunkelheit.
Lars von Trier zählt zu den einflussreichsten Regisseuren der Gegenwart. Geboren wurde der Filmemacher in Kopenhagen. Er besuchte die dänische Filmhochschule und legte bereits 1984, ein Jahr nach seinem Abschluss, das bildgewaltige Psychodrama "Element of Crime" vor - dem ersten Teil seiner Europa-Trilogie. Diese wurde von "Epidemic" und "Europa" vervollständigt. Das ambitionierte Filmdebüt schaffte es sogleich in das Festivalprogramm von Cannes. Seitdem ist dem experimentierfreudigen Dänen die Aufmerksamkeit von Fachpublikum und Filmkritiker sicher. Leichte Kost bot von Trier nie, seine unbeschreibliche Liebe zum Absurden und eine tiefe Affinität zur Religion findet sich in jedem seiner Werke. Die ein hassen den Filmemacher, verurteilen ihn als "undänischen filmischen Hochstapler" oder verehren ihn als "selbstbewussten Exzentriker". Im Jahr 1995 veröffentlichte er zusammen mit Thomas Vinterberg das "Dogma-Manifest", dem filmischen Reinheitsgebotes, welches seine Unterzeichner zum Verzicht auf Kamerastative, Musik und künstliches Licht verpflichtete. Daran hielt sich von Trier in dem Film "Idioten" noch ganz streng, etwas gemäßigter in "Breaking The Waves". Die formale Experimentierfreudigkeit des Regisseurs - bereits in der Europa-Trilogie deutlich sichtbar - ist viel zu ausgeprägt, als das er sich dauerhaft an Regeln halten könnte. Dem skandinavischen Kino hat Dogma einen enormen Auftrieb und eine ganze Reihe internationale Kassenerfolge beschert. Von Trier ist's recht, trotzdem blieb seine erste Priorität bis heute die Kunst und nicht der Kassenerfolg.

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