Nine - 2009 | FILMREPORTER.de
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Nine

OriginaltitelNine
GenreDrama
Land & Jahr USA 2009
FSK & Länge ab 6 Jahren • 119 min.
KinoDeutschland
AnbieterSenator Film Verleih
Kinostart25.02.2010
RegieRob Marshall
DarstellerMarco Liotti, Damiano Bisozzi, Mario Vernazza, Roberto Sbraccia, Massimliano Belsito, Gianluigi Tosti Di Valminuta
Homepage http://nine-movie.com
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenAwardsNewsTrailerGalerieDVDsbewerten

Starbesetzte Verfilmung des Broadway-Musicals

Der erfolgreiche italienische Filmregisseur Guido Contini (Daniel Day-Lewis) steckt in einer tiefen Midlife-Krise und leidet zudem unter einer kreativen Flaute. In zehn Tagen schon sollen die Dreharbeiten zu seinem neuen Film "Italia" beginnen. Die Produzenten loben das Projekt als Monumentalwerk. Doch Contini kann sich nicht darauf konzentrieren. Ihn beschäftigen vor allem jene Frauen, die sein bisheriges Leben stark beeinflusst haben und bei denen er Inspiration sucht. Da gibt es seine Frau Luisa (Marion Cotillard), seine Geliebte Carla (Penélope Cruz), seine Muse Claudia (Nicole Kidman), seine Vertraute Lili (Judi Dench), die amerikanische Modejournalistin Stephanie (Kate Hudson), die Prostituierte Saraghina (Stacy Ferguson) und natürlich seine ebenso liebevolle wie strenge Mutter (Sophia Loren).
"Nine" ist die Verfilmung einer Broadwayshow, die auf Federico Fellinis autobiografischem Werk "Achteinhalb" basiert. Method Actor Daniel Day-Lewis lernte für seine Rolle sogar Italienisch und ließ sich seine Garderobe wie die eines Filmstars der 1960er Jahre einrichten. Teile des Films wurden denn auch in den Cinecittà-Studios in der Nähe von Rom gedreht, in denen viele Werke von Fellini entstanden sind. Die Lieder des Bühnen-Musicals wurden für die Filmversion von drei neu komponierten Titeln ergänzt.

Rob Marshall hat sich keineswegs auf Musicals spezialisiert, wenngleich diese Vermutung nach "Nine" und seinem Oscarerfolg "Chicago" aus dem Jahr 2002 naheliegt. Aber offensichtlich macht es ihm Spaß, sich mit schönen und talentierten Schauspielerinnen zu umgeben. Denn davon gibt es in "Nine" viele. Und auch die Grand Dame des italienischen Kinos, Sophia Loren, ist in leider zu wenigen Szenen zu sehen. Sie verkörpert die Mutter des Protagonisten und lässt sich in dieser Funktion leicht als Metapher lesen: als Mutter des italienischen Films. Nun gut, der Vergleich hinkt, denn "Nine" ist ja kein italienischer Film, aber er könnte es sein. Denn Marshall gelingt es vortrefflich, mit weichen Bildern das Flair und die Atmosphäre Italiens der 1960er Jahre zu zeichnen. Er lässt seinen Protagonisten abschweifen, verweilt manchmal kürzer, manchmal länger in seiner Phantasie. Eine klare Grenze zwischen der Realität und seinen Gedanken gibt es bald nicht mehr. Aber das macht nichts. Zu diesem Zeitpunkt ist der Zuschauer bereits in einem Film gefangen, der über die Entstehungsgeschichte eines Films erzählt.

Im Mittelpunkt steht der fiktive Regisseur Guido Contini. Dass diese Rolle ausgerechnet Daniel Day-Lewis spielt, verwunderte im Vorfeld der Dreharbeiten. Jetzt stellt sich heraus, dass es keine bessere Wahl hätte geben können. Denn wer könnte das innere Zerwürfnis und den äußeren Verfall eines geplagten Regisseurs besser darstellen, als ein Schauspieler, der sich in seine Figur regelrecht verbeißt? Und singen kann der Mann auch noch. Die vielen Gesangseinlagen sind ebenso phantastisch angelegt und erinnern an manche Film-Noir-Klassiker. Rob Marshall hat insofern all sein Können aufgefahren und mit dem seiner Darsteller vereinigt und ein phantastisch, beschwingtes, zum Teil auch nachdenkliches Musical geschaffen.
Nine

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