Die schwarze Katze - 1934 | FILMREPORTER.de
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Die schwarze Katze

OriginaltitelDie schwarze Katze
GenreHorror
Land & Jahr USA 1934
FSK & Länge 65 min.
KinoDeutschland
RegieEdgar G. Ulmer
DarstellerBéla Lugosi, Paul Weigel, Harry Walker, Peggy Terry, Albert Pollet, Paul Panzer
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Die erste Zusammenarbeit zweier Horror-Legenden

Das amerikanische Ehepaar Peter (David Manners) und Joan Alison (Julie Bishop) reist durch Ungarn, als sie die Bekanntschaft mit Psychiater Dr. Vitus Werdegast (Béla Lugosi) machen. In dem interessanten Gespräch stellt sich heraus, dass sie dasselbe Ziel haben. In den Steppen Ungarns will Dr. Werdegast seinen alten Freund - den Architekten Hjalmar Poelzig (Boris Karloff) besuchen, das Paar ist auf dem Weg nach Visegrád. Während eines Unwetters verunglückt ihr Bus, der Fahrer wird tödlich verletzt. Peter und Alison willigen der Einladung von Dr. Werdegast ein und begleiten den Gentleman ins Haus von Hjalmar Poelzig. Bald ergreift sie das unheimliche Gefühl, dass hier etwas nicht stimmt. Die Freundschaft zwischen dem Psychiater und ihrem Gastgeber ist trügerisch. Nach dem ersten Weltkrieg wurde Dr. Werdegast in eine 15-jährige Gefangenschaft gezwungen. In dieser Zeit hat Poelzig dessen Frau und Tochter bei sich aufgenommen. Nach dem Tod der Frau hat er Werdegasts Tochter Karen (Lucille Lund) zu seiner Geliebten gemacht. Nun plant er dasselbe mit Joan Alison.
Der Filmtitel bezieht sich auf eine Geschichte des amerikanischen Schriftstellers Edgar Allan Poe. Laut Regisseur Edgar G. Ulmer wurde diese Referenz jedoch nur zur Werbezwecken eingesetzt. Die Vermarktungsstrategie hat offenbart funktioniert, denn der Horrorfilm wird mit 236.000 Dollar Einnahmen zum erfolgreichsten Film Universals des Jahres 1934. Die Popularität ist aber nicht nur mit der Werbung zu erklären. "The Black Cat" ist der Auftakt zur langjährigen Zusammenarbeit der Hollywood-Größen Boris Karloff und Béla Lugosi. Sieben weitere Filme dreht das Duo in den kommenden Jahren. Für Genrefans ein Muss, denn die Namen der beiden Schauspieler verbindet man mit den kultigen Horrorgestalten von Dracula und Frankenstein. Interessant ist, dass die Produktion in Österreich, Italien und Finnland wegen ihrer Grausamkeit zunächst verboten wurde. In Deutschland wird der Film erst 30 Jahren nach seiner Entstehung erstmals im Fernsehen gezeigt. Die Figur von Hjalmar Poelzig im Film ist an den deutschen Architekten Hans Poelzig (1869 bis 1936) angelehnt. Er war einer der Pioniere des Stils der "Neuen Sachlichkeit". In diesem Stil ist auch Poelzigs Haus im Film eingerichtet. Mit wenigen Ornamenten, technisch angehaucht und schlicht sind die Kulissen. Dies gibt dem Horrorfilm einen modernen, futuristischen Touch. Gleichzeitig wirkt der okkulte Glauben des Architekten anachronistisch. Der minutiös getaktete Horror erzeugt eine surrealer Atmosphäre. Die Musik von Ludwig van Beethoven, Franz Schubert und Johann Sebastian Bach begleitet die Handlung fast durchgehend und verleiht ihr einen verträumten Charme.
Die schwarze Katze

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