Warrior - 2010 | FILMREPORTER.de
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Warrior

OriginaltitelWarrior
GenreDrama
Land & Jahr USA 2010
RegieGavin O'Connor
DarstellerLiam Ferguson, Sonny Vellozzi, Len Kabasinski, Paul Weaver, Isaiah Varisano, Rejeana Silla
Homepage http://www.warriorfilm.com
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenAwardsNewsGalerieDVDsbewerten

Gut gespieltes, jedoch vorhersehbares Drama

Von Familienharmonie kann bei den Conlons keine Rede sein. Vater Paddy (Nick Nolte) ist ein brüllender Säufer. Als einzige Aufmerksamkeit bekommen seine zwei Söhne von ihm regelmäßig eine Tracht Prügel. Doch auch das Verhältnis von Brendan (Joel Edgerton) und Tommy (Tom Hardy) ist alles andere als rosig. Letzterer macht seinen großen Bruder dafür verantwortlich, ihn und seine Mutter nie vor den Schlägen des Vaters geschützt zu haben.

Kein Wunder, dass sich die Wege der drei bereits im jugendlichen Alter der Söhne trennen. Erst Jahre später kreuzt sich bei einer Mixed Martial Arts-Meisterschaft der Weg von Paddy und seinen Söhnen wieder. Brendan und Tommy nehmen aus unterschiedlichen Motiven an dem Turnier teil. Ersterer will die Hypothek seines Hauses begleichen. Tommy möchte das Preisgeld von 500.000 US-Dollar der Witwe seines verstorbenen besten Freundes schenken. Erst spät erfährt Paddy, dass beide Söhne am Turnier teilnehmen. Der mittlerweile trockene Vater versucht alles, um einen Kampf zwischen seinen Söhnen zu verhindern.
In "Warrior" geht es nur vordergründig um harte Mixed Martial Arts-Kämpfe. Vielmehr steht der familiäre Konflikt der Protagonisten im Vordergrund. Das ungleiche Brüderpaar wird von Joel Edgerton und Tom Hardy ("Das gibt Ärger") überzeugend verkörpert. Die beiden zeigen nicht nur in beeindruckend choreographierten Kampfszenen, sondern auch in den zwischenmenschlichen Momenten ihr Können. Speziell Hardy gelingt es, die innere Zerrissenheit seiner Figur deutlich zu machen. Nick Nolte spielt den Wandel vom gewalttätigen Trunkenbold zum besorgten Familienvater sehr nuanciert und überaus glaubwürdig. Dafür wurde er 2012 zurecht zum dritten Mal nach "Der Gejagte" und "Der Herr der Gezeiten" für den Oscar nominiert.

So überzeugend die Schauspielleistungen sind, so enttäuschend ist der dramaturgische Aufbau von Regisseur Gavin O'Connor. Seine Geschichte verläuft nach Schema F und ist von der ersten bis zur letzten Szene vorhersehbar. Zudem lässt O'Connor kaum familiäre Klischees aus - sei es den prügelnden Säufervater, oder den Sohn, der aus Scham so tut, als würde er seine Familie nicht kennen. So ist "Warrior" trotz guter Schauspielleistungen ein allenfalls durchschnittliches Drama.
Warrior

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