Interstellar - 2014 | FILMREPORTER.de
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Interstellar

OriginaltitelInterstellar
GenreScience Fiction
Land & Jahr USA/Großbritannien 2014
Kinostart    06.11.2014 (Warner Bros. Pictures)
FSK & Länge ab 12 Jahren • 168 min.
RegieChristopher Nolan
DarstellerMatthew McConaughey, Mackenzie Foy, Ellen Burstyn, John Lithgow, Timothée Chalamet, David Oyelowo
Homepage http://www.Interstellar-derFilm.de
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Christopher Nolans Reise durch die (Film-)Galaxie

Die Erde steht kurz vor dem Kollaps. Was Wissenschaftler bereits seit Jahrzehnten voraussagen, wird in Kürze Realität. Der Mensch hat die natürlichen Ressourcen des blauen Planeten aufgebraucht, eine globale Hungerkatastrophe steht kurz bevor, die Menschheit droht in der Folge dieser und weiterer Katastrophen auszusterben. Hoffnung auf das Überleben der Menschheit macht ein von Professor Brand (Michael Caine) geleitetes Projekt der US-Regierung. Der Plan des ehrgeizigen Unternehmens sieht vor, einen Planeten in einem unbekannten Sonnensystem zu entdecken und diesen mit Menschen zu besiedeln.

Eine Expedition wird ins Leben gerufen, welche die Berechnungen der Wissenschaftler in die Tat umsetzen soll. Zum ausgewählten Kreis der Astronauten gehören unter anderem der ehemalige NASA-Pilot Cooper (Matthew McConaughey) und Brands Tochter Amelia (Anne Hathaway). Es ist ein Himmelfahrtskommando. Niemand weiß, ob die Piloten die Reise durch mehrere Wurmlöcher überleben können, was sie auf der anderen Seite erwartet und vor allem: ob und wann sie zurückkehren. Trotzdem wird das Himmelfahrtskommando zusammengestellt, denn es fehlt an Alternativen.
Hinter "Interstellar" liegt eine lange Entstehungsgeschichte. Begonnen hat das Projekt als Regiearbeit von Steven Spielberg. Kurze Zeit später wird Christopher Nolans Bruder Jonathan Nolan als Drehbuchautor zu der Produktion geholt. Nachdem Spielberg das Projekt verlassen hat, übernimmt Christopher Nolan. Dem "Inception"-Regisseur den Regieposten für den prestigeträchtigen Film zu überlassen liegt nahe, immerhin hat der Engländer bereits mehrmals mit seinem Bruder zusammengearbeitet und mit ihm künstlerische und finanzielle Erfolge wie "Prestige - Die Meister der Magie", "Dark Knight" und "The Dark Knight Rises" verantwortet.

Zum langwierigen Entstehungsprozess trägt auch die akribische Arbeitsweise des Regisseurs bei. Nolan gilt als Perfektionist, nimmt seine Stoffe und Themen immer sehr ernst, bereitet sich sorgfältig vor. Er scheut wieder Kosten noch Mühen, um seine Visionen umzusetzen. Bei "Intestellar" bedeutet diese Sorgfalt - wie schon bei Nolans furiosem Actioner-Thriller "Inception" - auch und vor allem eine klare Faktenlage. Um diese Glaubwürdigkeit zu erzielen, engagiert das Produktionsteam für "Intertellar" den renommierten theoretischen Physiker Kip Thorne, auf dessen Erkenntnisse über Wurmlöcher "Interstellar" baut und der auch während der Arbeit am Film technischer Berater bleibt.

Nolans Perfektionsdrang lässt an einen anderen Meisterregisseur der Filmgeschichte denken: Stanley Kubrick. Der war bekanntlich auch ein Filmemacher, der keine Lücken zwischen Vision und Resultat akzeptierte. Wen wundert es, dass schon in der Produktionszeit von "Interstellar" Parallelen zu dessen Science-Fiction-Klassiker "2001 - Odyssee im Weltraum" gezogen werden. Nicht weniger als ebensolche atemberaubende Weltraum-Bilderwelten, bahnbrechende Spezial Effekte und gedankliche Quantensprünge werden von Nolans neuem Geniestreich erwartet, wie sie einst Kubrick mit seinem Meisterwerk auf die Leinwand zauberte.

Es spricht für Nolans Selbstbewusstsein, dass er die hohen Erwartungen an sein neues Werk nicht etwa abtut und kleinredet, sondern selbst noch anheizt, indem er in Interviews immer wieder die Vorbildfunktion von "2001 - Odyssee im Weltraum" - einem seiner Lieblingsfilme - betont. Kein Meister falle vom Himmel und kein künstlerisches Werk entstehe im Vakuum, so Nolan und zählt auf, welche andere Meisterwerke er außerdem zu Rate gezogen hat. So gehört Fritz Langs "Metropolis" ebenso dazu wie Ridley Scotts "Der Blade Runner", "Star Wars" und Steven Spielbergs "Der weiße Hai" und "Unheimliche Begegnung der dritten Art".

So sehr Nolan sich von Kubrick hat inspirieren lassen, so sehr unterscheidet sich sein "Interstellar" vom technokratischen "2001 - Odyssee im Weltraum". Während Kubrick im Sinne seiner 'Botschaft' alles Menschliche und Emotionale aus dem Film tilgt, die Maschine HAL 9000 gleichsam plastischer erscheinen lässt als die papiernen und scheinbar gefühllosen Menschen, ist bei Nolan der menschliche Aspekt von zentraler Bedeutung. Sein Film ist nicht nur Science-Fiction-Spektakel, sondern auch Drama, wenn der Regisseur im Kontext bevorstehender Apokalypse und Menschheits-rettender Weltraummission auch die emotionale Tragweite der Ereignisse thematisiert. Das und nicht zuletzt der dramatisierende Score von Nolans Stammkomponist Hans Zimmer sind wiederum ganz Spielberg, dessen Intermezzo bei "Intestellar" am Ende doch Spuren hinterlassen hat.
Interstellar

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