After Earth - 2013 | FILMREPORTER.de
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©Sony Pictures

After Earth

OriginaltitelAfter Earth
AlternativOne Thousand A.E.; 1000 A.E. (Arbeitstitel)
GenreScience Fiction
Land & Jahr USA 2013
Kinostart    06.06.2013 (Sony Pictures)
FSK & Länge ab 12 Jahren • 100 min.
RegieM. Night Shyamalan
DarstellerJaden Smith, Will Smith, Sophie Okonedo, Zoë Kravitz, Glenn Morshower, Kristofer Hivju
Homepage http://afterearth.com
http://www.afterearth-film.de
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Science-Fiction-Thriller mit Will und Jaden Smith

Die Geschichte von "After Earth" beginnt früher als die Zeit, in welcher der Film angesiedelt ist. Genau genommen reichen die Ursprünge der menschlichen Daseinsform, wie sie im Science-Fiction-Thriller dargestellt werden, knapp 1.000 Jahre zurück. Im Zuge des 21. Jahrhunderts wird die Erde infolge verheerender Umweltkatastrophen zunehmend unbewohnbar. Der Menschheit wird bald klar, dass sie ihren Heimatplaneten verlassen muss. In zehn überdimensionalen 'Archen' sollen die Menschen in eine andere Galaxie überführt werden. Weil der Weltuntergang früher eingetroffen ist, als berechnet, konnten nur sechs Schiffe fertiggestellt werden. 125.000 Menschen fanden in diesen Unterschlupf - genug um eine neue Zivilisation zu gründen und auf einem Planeten namens 'Nova Prime' und der neuen Zeitrechnung 'After Earth' einer hoffnungsvolleren Zukunft entgegenzublicken.

In dieser neuen Welt und 1.000 Jahre nach der Erdenflucht setzt das postapokalyptische Action-Spektakel von M. Night Shyamalan an. Der Regisseur hatte bereits mit "Die Legende von Aang 3D" das von ihm ausgetretene Mystery-Gefilde verlassen und versucht sich nach der finanziellen und künstlerischen Bruchlandung des Fantasy-Epos nun an einem anderen bewährte Genre: dem Science-Fiction. Im Zentrum von "After Earth", dessen Zukunftssetting bester Ausgangspunkt für spektakuläre Action ist, stehen Kitai Raige (Jaden Smith) und sein Vater Cypher (Will Smith). Die beiden überleben mit ihrem Raumschiff eine Bruchlandung und landen genau dort, wo kein Mensch sich aufhalten darf: auf der Erde. Die hat sich hunderte Jahre nach der Flucht der Menschen soweit entwickelt, dass jedes verbliebene Lebewesen auf dem Planeten darauf aus ist, Menschen zu töten. Auf sich allein gestellt, müssten sich die beiden einem scheinbar aussichtslosen Kampf stellen.
Trotz des Science-Fiction-Gewands konzentriert sich M. Night Shyamalan ("Proof") in "After Earth" - was im Fall des Regisseurs einem 'After The Last Airbender', einem Neuansatz also, gleichkommt, weniger auf die äußere Aktion, sondern auf die Vater-Sohn-Beziehung mit besonderem Augenmerk auf die psychische Verfassung des Sohnes. Der hat als kleiner Junge mit dem Tod seiner Schwester ein großes Trauma erlitten. Nicht genug, dass er sich seitdem die Schuld gibt; er projiziert dieses Gefühl auch auf seinen Vater, indem er davon ausgeht, dass auch er von seinem Versagen überzeugt ist. Auf dem 'fremden' Planeten und im Angesicht der übermächtigen Gefahr muss sich der Jugendliche bewähren, erwachsen werden und zu sich finden. "After Earth" ist damit im Kern nicht nur ein Film über Schuld und Sühne, er erzählt auch ein klassisches Coming-of-Age Drama von der Überwindung der Kindheit und eines Traumas hin zu einem Erwachsenen-Dasein.

Der Vater dient dem Jungen dabei als Mentor. Bezeichnend ist, dass diese Leitfigur nach dem Absturz des Flugschiffes körperlich versehrt ist. Die Lektionen, die er seinem Sohn erteilt, beziehen sich nicht auf die Herausbildung körperlicher Fähigkeiten, sondern zielen vielmehr auf dessen geistige Verfassung. Der Mensch überwindet die physische Bedrohung nicht nur mit Hilfe einer physischen Anstrengung, sondern mit einer inneren Stärke, so die Botschaft von "After Earth". Zugleich birgt diese Aussage einen weiteren Subtext, der im postapokalyptischen Film bzw. im Science-Fiction-Genre mittlerweile zum Allgemeinplatz gehört. Wohin auch immer die menschliche Hybris die Welt bewegt - ob in Richtung kompletter Durchtechnisierung oder in den apokalyptischen Untergang -, die Natur des Menschen ebenso wie seine von ihm geschaffenen Werte sind und bleiben unverwüstlich. Wie viele andere Vertreter des Genres stimmt damit auch "After Earth" eine Hymne auf den Menschen und seine innere Stärke ab.

"After Earth" beruht auf einer Idee der Hauptdarsteller Will Smith und seinem Sohn Jaden. Ausgehend von der Vorstellung, dass es sich bei ihrem neuen gemeinsamen Projekt erneut um eine Vater-und-Sohn-Geschichte handeln müsste, sollte der Film zunächst von einem Trip nach Alaska handeln. Daraus wurde schließlich die Idee, die Handlung weit in der Zukunft anzusiedeln. Nachdem Will Smith eine Geschichte verfasst hatte, wurden die Autoren Peter David, Michael Jan Friedman und Robert Greenberger damit beauftragt, den vorgegeben Rahmen mit Leben zu füllen. Entstanden ist ein 300-seitiges Manuskript, welches das Schicksal der Welt weit über dessen Inhalt hinaus akribisch nacherzählt.
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2. Trailer zu "After Earth"

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Kinotrailer zu "After Earth"

"After Earth" ist 1.000 Jahre nach dem Weltuntergang angesiedelt. Die Menschheit hat in einer entfernten Galaxie eine neue Zivilisation gegründet. Das ist...  Clip starten
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Galerie:  After Earth

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