Naqoyqatsi - 2002 | FILMREPORTER.de
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Naqoyqatsi

OriginaltitelNaqoyqatsi
GenreDokumentarfilm, Experimentalfilm
Land & Jahr USA 2002
Kinostart    10.07.2003 (Buena Vista International (Germany))
FSK & Länge ab 6 Jahren • 89 min.
RegieGodfrey Reggio
DarstellerFidel Castro, Bill Clinton, Albert Einstein, George Harrison, Adolf Hitler, Elton John
Links IMDB
Inhalt/KritikCast & CrewTechn. DatenTrailerGalerieDVDsbewerten

Der Titel der von Godfrey Reggio inszenierten Dokumentation "Naqoyqatsi" kommt aus der Hopi-Sprache (nah koy' kahtsee) und heißt 'Ein Leben voll gegenseitigem Töten' oder freier übersetzt 'Krieg'! Der letzte Teil der mit "Koyaanisqatsi - Prophezeiung" furios gestarteten und mit "Powaqqatsi" weitaus schwächer fortgesetzten Qatsi-Trilogie begibt sich in die dunkelste Eigenart menschlichen Lebens, ihrer stets latenten, immer wieder mit großer Macht ausbrechenden Gewalttätigkeit. Die wirklich phantastischen dokumentarischen Aufnahmen der Trilogie erzählen eine abstrahierte Geschichte der Erd- und Menschheitsgeschichte. Die umwerfend beeindruckenden Bilder und die von Philip Glass ("The Hours") komponierten, fast hypnotisch wirkenden Soundtrack bilden eine Einheit, nein sie bedingen einander geradezu. Erneut steht die Natur und ihre Zerstörung durch die menschliche Zivilisation im Mittelpunkt der filmischen Erzählung. Dabei fokusiert "Naqoyqatsi" auf das kriegerische Verhalten der aggressiven Zweibeiner.
Godfrey Reggio belässt es nicht dabei, aus wissenschaftlichem und militärischen Filmmaterial, Nachrichtenfilmen, Firmenvideos, Sportdokumentationen, Zeichentrickfilmen, Fernsehsendungen und Werbeclips Bildsequenzen zusammenzumontieren, er nutzt das Medium Film sehr viel ganzheitlicher und konsequenter. So setzt er Zeitrafferaufnahmen, Überblendungen, Kamerafahrten und aus Flugzeugen gedrehte lange Fahrten gekonnt ein, um den Fluss der Zeit in Relation zu dem Handeln und der Zeitrechnung der Menschheit in Relation zu setzen. Fast 80 Prozent der Bilder sind mit digitalen Effekten verfremdet und bearbeitet. Schwarz-Weiß-Aufnahmen wurden mit Farbe versehen, Bilder auseinandergezogen, Realaufnahmen animiert und umgekehrt, wie ein Mosaik setzt er Bilder auseinander und wieder zusammen. Reggio hat die den Stand der Technik für die Bildgestaltung und -Bearbeitung voll ausgenutzt. Sie sollten "Naqoyqatsi" wie die ersten beiden Teile der Qatsi-Trilogie unbedingt in einem Kino mit großer Leinwand und State-Of-The-Art-Soundtechnik ansehen, um das multimediale Mammutwerk in seinem ganzen Ausmaß genießen zu können.
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