Retronews: Karin Dors rasanter Aufstieg | FILMREPORTER.de
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Karin Dor
Von der Klassensprecherin zur Schauspielerin

Karin Dors rasanter Aufstieg

Die 22-jährige Karin Dor stammt aus Wiesbaden. Ihr markantestes Merkmal sind ihre großen, schwarzen Augen. Diese lachen frisch-fröhlich aus ihrem offenen, charmanten Gesicht, das ungeheuren Optimismus ausstrahlt. Mit genau diesem schaffte es die junge Frau zur Klassensprecherin in der Schule und erhielt sogar eine Komparsenrolle. Das Geld, das sie dabei verdiente, nutzte sie als Taschengeld. Die Zeitschrift Funk und Film widmet der sympathischen Jungdarstellerin in seiner Januarausgabe 1959 einen Bericht.
Von  Andrea Niederfriniger, Filmreporter.de, 16. Oktober 2013

James Bond 007 - Man lebt nur Zweimal - Ultimate Edition

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Ein Leben, wie aus dem Märchen
Karin Dor wäre heute nicht eine gefragte Schauspielerin, hätte sie sich mit einer Komparsenrolle während der Schulzeit zufrieden gegeben. Sie leckte Blut und interessierte sich schon bald mehr für den Film als für die schulische Ausbildung. Sie nahm Schauspielunterricht und mit zarten 15 Jahre durfte sie ihren ersten Satz in der Filmproduktion "Der letzte Walzer" aufsagen. Nur ein Jahr später folgte "Rosen-Resli". Die Produzentin des Films, Maria von der Osten-Sacken und der Regisseur, Harald Reinl, waren von der Leistung Karin Dors derart begeistert, dass sie gleich für den nächsten Film, "Der schweigende Engel" engagiert wurde. Wann genau die Liebe zwischen Reinl und Dor begann, ist unklar, Sicher ist jedoch, dass das ungleiche Paar noch im selben Jahr heiratete. Schon bald folgte der erste Sprössling des Paares, Andreas Harald. Von ihrem Leben sagte Karin Dor einst: "Es ist wie ein Märchen". Bisher gelang es der sympathischen Darstellerin, mit ihrem Charme, ihrer Keckheit und ihrer Fröhlichkeit alle um sich herum zu verzaubern. Hoffen wir, dass dies noch lange so bleibt, und dass ihr Leben auch weiterhin wie in einem Märchen verlaufen wird.

Topas

Topas

Holprige Bilderbuchkarriere
Beruflich verlief Karin Dors Leben auch nach der Berichterstattung im Jahr 1959 wie im Märchen. In den 1960er Jahren zählte sie zu den populärsten deutschen Schauspielerinnen. Dazu trugen sicherlich ihre Engagements in zahlreichen Edgar Wallace- und Karl May-Verfilmungen bei. Auch international war sie sehr gefragt. 1967 spielte sie in "James Bond 007: Man lebt nur zweimal" als das bis heute einzige deutsche Bond Girl mit. Zwei Jahre später engagierte sie Meister Alfred Hitchcock für "Topas". Privat verlief ihr Leben allerdings nicht derart optimal. 1954 hatte sich Karin Dor um zwei Jahre älter ausgegeben, als sie eigentlich war, damit sie den um 30 Jahre älteren Regisseur Harald Reinl problemlos heiraten konnte. Doch die Ehe hielt nur bis 1968. 1988 heiratete sie erneut. Mit George Robotham war sie bis zu seinem Tod am 1. Februar 2007 glücklich verheiratet. Karin Dor erarbeitete sich neben ihrer Filmkarriere einen Namen auf der Bühne. Auch heute ist sie eine beliebte Theaterdarstellerin.
Andrea Niederfriniger, Filmreporter.de - 16. Oktober 2013
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