InterviewFack ju Göhte: Elyas M'Barek | FILMREPORTER.de
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Interview

Elyas M'Barek auf der Premiere von "Türkisch für Anfänger" in München
Rüpel wird Erfolgsgarant

Elyas M'Barek kriegt die Kurve

Nach dem Erfolg von "Türkisch für Anfänger" haben Regisseur Bora Dagtekin und Hauptdarsteller Elyas M'Barek mit "Fack ju Göhte" wieder die deutschen Kinogänger im Visier. M'Barek verkörpert in der Komödie einen entlassenen Häftling, der in einer Gesamtschule seine Beute ausgraben will. Zur Tarnung heuert er als Aushilfslehrer an. Im Interview mit Filmreporter.de spricht der 31-Jährige über seine Erfahrung mit Schulen, seine Aktivitäten auf Facebook und verrät, ob es ihn nach Hollywood zieht.
Von  Willy Flemmer, Filmreporter.de,  5. November 2013

Elyas M'Barek in "Fack ju Göhte"

Elyas M'Barek in "Fack ju Göhte"

Durchwachsene Schulzeit, Herr M'Barek?
Ricore Text: Herr M'Barek, wie sind Ihre Erinnerungen an die Schule?

Elyas M'Barek: Meine Schulzeit war sehr durchwachsen. Ich bin mehrmals sitzengeblieben und musste öfters die Schule wechseln. Ich hatte in der Pubertät einfach keine Lust auf Schule. Ich war ein Verweigerer. Irgendwann hat sich das geändert. Ich verspürte einen richtigen Motivationsschub und war bald sogar Klassenbester. Insofern war ich in der Schule alles, vom Versager bis hin zum Streber. In diesem Sinne sind meine Erinnerungen an die Schule durchaus positiv.

Ricore: Woher kam der Motivationsschub?

M'Barek: Ich dachte mir: Wenn ich die letzte Ausfahrt nicht nehme, dann lande ich irgendwann unter der Brücke. Genau wie mir das einige Menschen prophezeit hatten. Und so setzte ich mich hin und lernte sogar Mathematik schätzen.

Ricore: Sie spielen in "Fack ju Göhte" einen vermeintlichen Lehrer, der verhaltensauffällige Schüler in den Griff kriegen muss. Hat es in Ihrer Schulzeit Lehrer gegeben, die sie in positiver oder negativer Hinsicht geprägt haben?

M'Barek: Ich hatte durchweg tolle Lehrer. Erst gestern habe ich eine E-Mail von meinem alten Deutschlehrer bekommen. Er schrieb, dass er meine Karriere verfolgt und sich auf meinen neuen Film freue. Er sei sehr stolz, dass ich zum ersten Mal einen Lehrer spiele. Er wird sich wundern, wenn er den Film sieht (lacht). Jedenfalls freute ich mich sehr über seine E-Mail. Ich habe ihn in sehr guter Erinnerung behalten.

Ricore: Das heißt, Sie spielten den Lehrern früher keine Streiche?

M'Barek: Nein, gar nicht. Ich fand Streiche immer sehr uncool. Den einzigen Streich, den ich spielte, war das Schwänzen. Und selbst das hielt sich in Grenzen. Wenn ich schwänzte, wusste ich nie, was ich mit mir anfangen sollte. Mir war total langweilig. Da hocke ich mich lieber in der Schule hin und schlief.

Ricore: Wie sah Ihre Verweisakte aus?

M'Barek: Es gab sehr viele Verweise. So viele, dass sich meine Eltern daran gewöhnten und ich dafür irgendwann keinen Ärger mehr bekam. Der erste Verweis war schlimm, beim fünften dachten meine Eltern wohl, da ist Hopfen und Malz eh verloren.

Ricore: Was waren die Gründe für die Verweise?

M'Barek: Meistens war ich zu vorlaut. Ich wollte immer das letzte Wort haben (lacht).

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