Interview: Edward Zwick zu Jack Reacher: Kein Weg zurück | FILMREPORTER.de
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Interview

Edward Zwick in Berlin bei der Premiere von "Jack Reacher: Kein Weg zurück"
Mit Tom Cruise zurück auf Berliner Roten Teppich

Edward Zwick in Berlin

Edward Zwick kommt oft nach Berlin. Zur Premiere von "Last Samurai" applaudiert er lachend, als Tom Cruise während der Pressekonferenz einen Tisch besteigt. 1990 präsentiert er mit seinem Hauptdarsteller Denzel Washington bei der ersten Gesamtberliner Bärenjagd sein Bürgerkriegs-Epos "Glory". Zu seinen Werken gehören das Bobby-Fisher-Biopic "Bauernopfer - Spiel der Könige", der Polit-Thriller "Blood Diamond" und das Widerstandsdrama "Unbeugsam - Defiance". Für die deutsche Uraufführung von "Jack Reacher: Kein Weg zurück" kehrt er jetzt mit Tom Cruise zurück auf den Roten Teppich am Potsdamer Platz.
Von  Katharina Dockhorn/Filmreporter.de, 11. November 2016

Don Granger und Edward Zwick in Berlin bei der Premiere von "Jack Reacher: Kein Weg zurück"

Don Granger und Edward Zwick in Berlin bei der Premiere von "Jack Reacher: Kein Weg zurück"

Die Premiere von "Glory" hat sich mir tief ins Gedächtnis eingebrannt
Ricore Text: Mr. Zwick, ist Berlin für Sie ein besonderer Ort?

Edward Zwick: Ja, die Premiere von "Glory" hat sich mir tief ins Gedächtnis eingebrannt. Ich erinnere mich gerne an den Jubel von Tausenden Ostberlinern im Kino Colloseum für ein Epos über den Kampf für Freiheit und Gleichheit. Es war ein historischer Moment, den wir erleben durften.

Ricore: Zugleich war ich beunruhigt, Twitter und einige Web Portale meldeten am 20. Oktober ihren Tod...

Zwick: (lacht) Wirklich? Vielleicht bin ich es schon, ohne es zu wissen?

Ricore: Nutzen Sie soziale Medien?

Zwick: Ich bevorzuge Nachrichten und ein Buch. Mit meinen Freunden korrespondiere ich via Mail, ich gebe gerne Interviews, aber meine Filme sollen für sich sprechen. Ich will mich nicht selbst promoten. Ich werde auch das Gefühl nicht los, dass die Menschen in den Sozialen Medien ein Image der eigenen Persönlichkeit entwerfen, das nicht mit der Realität übereinstimmt.

Ricore: Sie bevorzugen zur Information die analogen Medien?

Zwick: Ich lese Zeitung. Was bringt es mir, ständig auf dem neuesten Stand zu sein? In einer komplizierter werdenden Welt brauche ich Experten, die Informationen einordnen. Wenn alle nur danach streben, als erste mit einer Nachricht auf dem Ticker zu sein, setzen Oberflächlichkeit und kurzfristiges Denken durch.

Ricore: Ihr Widerwillen überrascht nicht, Sie gehören zu den Regisseuren mit einem beeindruckenden Oeuvre, deren Namen kaum ein Zuschauer kennt?

Zwick: Ich hasse es, im Zentrum zu stehen. Der Name eines Regisseurs muss hinter seinem Film und seinen Schauspielern verschwinden.

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